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Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 52 2019
 
In dieser Ausgabe:
 

Jahresrückblick 2019


Das vergangene Jahr war geprägt von der Klimakrise. Bewegungen wie FridaysForFuture, ScientistsForFuture, ParentsForFuture oder auch Extinction Rebellion verleihen den seit Jahrzehnten bekannten Forderungen nach einem nachhaltigen Umgang mit unserem Klima global neuen Nachdruck. Die durch menschliches Handeln verursachten und begünstigten gigantischen Waldbrände in Sibiren und im Amazonas, die Rückschritte in der Klimapolitik u.a. in China, den USA und Deutschland und das weitere massive Ansteigen des globalen CO2-Ausstoßes zeugen davon, dass der Druck auf Entscheidungsträger und Institutionen weltweit weiter steigen muss, um noch wirksame Ergebnisse zur Begrenzung der schädlichen Folgen der Erderwärmung zu erzielen. Zugleich ist der Einzelne aufgefordert, zu handeln. Daher ist es erfreulich, dass sich im Bereich der Mini-Solarkraftwerke in Deutschland in 2019 einiges getan hat. Hier ein kurzer Überblick Zwischenzeitlich wurden auch diverse weitere Förderprogramme ausgerufen, erste Stadtwerke und auch größere Energieversorger begannen, selbst Balkonkraftwerke anzubieten und die ersten Geräte wurden inklusive Versand für unter 300€ angeboten. Insgesamt konnte die Anzahl der installierten Kraftwerke nach offiziellen Schätzungen der DGS auf 100.000 Stück fast verdoppelt werden. Auch wir haben 2019 unseren Beitrag zu diesem Erfolg geleistet und werden dies auch im nächsten Jahr mit hoher Intensität fortsetzen.
 

Ausblick 2020


Die Vorbedingungen für die weitere Entwicklung bei den Kleinkraftwerken sind äußerst positiv. Die regulatorischen Grundlagen sehen zum großen Teil fest und müssen nur noch umgesetzt werden, auf technologischer Ebene kündigen sich einige Game-Changer an und auch für die Marktentwicklung an sich sind einige Knalleffekte zu erwarten. Hier die Trends für 2020 im Einzelnen:

1. Regulation
Anschlussnorm (VDE-V-0100-551-1) und Anmelderichtlinie (VDE-AR-N-4105) legen seit diesem Jahr fest, dass Mini-Solarkraftwerke nicht nur per Steckdose in den Hausstrom einspeisen dürfen sondern auch, dass dafür kein Elektriker benötigt wird. Auch wenn viele Netzbetreiber dementsprechend bereits eigene Anmeldeformulare für die kleinen Kraftpakete veröffentlicht oder/und die Anmeldung über unseren Online-Formularservice anerkannt haben, ist das noch nicht überall der Fall. Wir haben für dich in diesem kurzen Video einmal zusammengestellt, wie sich die Situation diesbezüglich in 2019 entwickelt hat:
 

Es zeigt sich im Video klar, dass in 2020 eine flächendeckenden Vereinfachung der Anmeldeverfahren in ganz Deutschland erreicht werden kann. Dazu mussen aber auch die verbleibenden großen Netzgebiete in Norddeutschland und Baden-Württemberg sowie die vielen kleinen Netze wie etwa in NRW und dem Saarland tätig werden oder überzeugt werden. Erste Hoffnungsschimmer gibt es da schon ein oder zwei.

Neben Anschlussnorm und Anmelderichtlinie fehlt allerdings noch das letzte Versatzstück: die Produktnorm, welche die grundlegenden Anforderungen an die technischen Komponenten eines Balkonkraftwerks und deren Zusammenwirken im Detail definiert. Wir sind im entsprechenden Normungsgremium aktiv beteiligt und leisten unseren Beitrag dazu, das Ergebnis möglichst markt- und nutzerfreundlich zu gestalten. Auch für 2020 sind einige Sitzungen des Gremiums geplant. Ob die Norm allerdings bis Jahresende zum Abschluss geführt werden kann, ist noch unklar.

2. Technologie
In den letzten Wochen und Monaten kamen eine ganze Reihe spannender Entwicklungen für Mini-Solarkraftwerke auf. Neben der interessanten Idee von "Ready2Plugin", welches etwa im "SelvPV"-Paket von Solarinvert bereits verwendet wird und bis zu 12 Solarmodule über die Steckdose einspeisen lassen können soll, sind es insbesondere neue, intelligente Speicherlösungen wie etwa "SolMate" von EET aus Österreich, und neue, ultraleichte und daher für Balkons besonders gut geeignete Glasfaser-Solarmodule, die frischen Wind in den Markt bringen. Zu beidem haben wir gemeinsam mit Julian Affeldt von der Interessengemeinschaft Elektromobilität Berlin-Brandenburg (IGEMBB) vor einigen Wochen dieses Video veröffentlicht:
 

Neben den Entwicklungen bei den Kraftwerken selbst, bleibt aber auch ansonsten der technische Fortschritt nicht stehen. Das wirkt sich auch auf den gesamten Markt aus.

3. Marktentwicklung
Vor einigen Tagen erfolgte nach langen Jahren des Wartens endlich die Zertifizierung des dritten "Smart-Meter-Gateways". Dies sind Kommunikationssysteme, mit denen Messdaten von Stromzählern digital übermittelt werden können. Neben der Einsparung von Personalkosten für Ableser bringen diese auch bessere Verbrauchskontrolle, perspektivisch ggf. auch eine Smart-Home-Integration und weitere Mehrwertdienste für Nutzer mit sich. Unabhängig davon ist aber die jetzt erfolgte Zertifizierung des dritten Anbieters zugleich die letzte Hürde für den Austausch aller alten Stromzähler in Deutschland gegen neue, sogenannte "moderne Messeinrichtungen". (Zur Begriffsklärung haben wir hier einen detaillierten Artikel veröffentlicht: >klick<).
Für die Nutzer von Balkonkraftwerken bedeutet das vor allem zwei Dinge:
1. Da die neuen Zähler in zwei Richtungen separat messen, ist ein "Guerilla"-Betrieb von Stecker-Kraftwerken nicht mehr ohne Weiteres möglich. Auch geringste Einspeisemengen würden erfasst und fallen dem Messtellen-/Netzbetreiber auf.
2. Der Anlagennutzer darf ab jetzt selbst den Wechsel des Stromzählers beantragen. Netzbetreiber, die hier bisher die Beantragung durch einen Elektriker gefordert haben, würden bei Weiterführung dieser Praxis Rechtsbruch begehen. 

Der offizielle Startschuss für den Austausch erfolgt im Januar durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
 

Aber nicht nur die Rahmenbedingungen des Marktes werden sich in 2020 verändern. Auch Veränderungen bei den Marktteilnehmern fachen den Wettbewerb an. Dazu zählen neben neuen Vertriebswegen bekannter Marktakteure wie z.B. RetteDenPlanet.de von AE-Conversion oder balkonkraftwerk-vertrieb.de mit Kraftwerken von Altmeister Holger Laudeley auch ganz neue Akteure wie etwa Herr Strom aus Bayern oder BeON aus Portugal. Auch von einem bereits seit längerem aktiven europäischen Marktteilnehmer ist bekannt, dass er 2020 mit großen Produktionskapazitäten den deutschen Markt neu aufrollen möchte. Zudem ist die sich verstärkende Verschränkung von Energieversorgungsunternehmen und Balkon-PV, die aktuell in den internen Überlegungen bei E.ON kulminiert, mit einem eigenen Kraftwerk in den Markt einzusteigen, ein potenzieller Game-Changer. Die zunehmend häufiger werdenden Förderprogramme für Balkon-PV werden diese Vergrößerung des Marktes dabei noch zusätzlich anheizen.

Sollte der Markt durch diese Faktoren die notwendige Hitze und Größe entwickeln, dann beginnt in 2020 zugleich der Wettbewerb um die größten Vertriebspartner. Baumärkte, Elektromärkte, Supermarktketten, prinzipiell kämen sie alle in Frage. Wer unter den Anbietern dann den stärksten Vertriebspfad, das beste Angebot und vor allem die entsprechende Skalierbarkeit auffahren kann, hat gute Karten, einen echten Boom mitzumachen. Wir rechnen alleine in den nächsten 12 Monaten mit einem Absatzpotenzial von über 50 Mio. €. Dass der erhöhte Wettbewerb natürlich auch zu einer Reihe an äußerst attraktiven Angeboten für werdende Nutzer führen wird, versteht sich von selbst.

Unser Newsletter bleibt also auch im nächsten Jahr spannend und wir freuen uns schon darauf, dich jede Woche über die spannendsten Entwicklungen, die neusten Trends und die besten Schnäppchen zu informieren. Bis dahin wünschen wir dir:

Guten Rutsch ins neue Jahr!
 

Gute Vorsätze


Dank deines Interesses und deiner Mithilfe konnten wir 2019 viel bewegen. Allerdings gibt es noch viel zu tun. Unser Ziel ist, dass bis Ende 2023 eine Million Balkonkraftwerke ans Netz gehen. Bis Ende 2020 müssen es dafür schon fast 200.000 sein! Das können wir aber nur erreichen, wenn viele dabei mitmachen.

Wenn du uns unterstützen möchtest, dann nimm doch einfach die folgenden drei guten Vorsätze mit in deine Liste für 2020 auf:

1. Nerve deinen Netzbetreiber!
Wenn dein Netzbetreiber noch kein vereinfachtes Verfahren zur Anmeldung von Balkonkraftwerken anbietet, dann ruf die Sachbearbeiter wiederholt an und sende Mails und dränge darauf, dass sich das ändert! Sehr viele Netzbetreiber reden sich damit heraus, dass nicht genug Anfragen vorlägen um tätig zu werden. Die VDE-Richtlinien, an die sich die meisten Netzbetreiber halten, geben aber unabhängig von der Anzahl der Anfragen ein vereinfachtes Anmeldeverfahren vor und eine sehr große Anzahl an Netzbetreibern hat daher auch schon entsprechende Formulare entwickelt. Viele erkennen auch bereits die Anmeldung über MachDeinenStrom.de an. Wir stehen den Unternehmen zudem gerne beratend zur Seite also gib gerne unsere Kontaktdaten weiter. Lass dich vor allem nicht abschütteln! Erst wenn die reguläre Anmeldung flächendeckend und einfach möglich ist, wird sich das Balkonkraftwerk überall durchsetzen.

2. Erzähle vom Balkonkraftwerk!
Dass ab jetzt jeder zu Hause seinen eigenen, sauberen Strom machen und dabei noch Geld sparen kann, ist eine wundervolle Botschaft. Wenn du also wieder einmal im Gespräch auf den Klimawandel kommst, dann ist es egal ob der Gesprächspartner Greta-Basher, Zimtlatschenträger oder Philipp Amthor ist, lass dein Gegenüber wissen, dass man nun statt zu schimpfen auch ganz einfach selbst tätig werden kann. Auf MachDeinenStrom.de findet man alle Infos, die es dazu braucht!

3. Geh mit gutem Beispiel voran!
Wenn du noch kein Balkonkraftwerk zu Hause hast, dann gib dir jetzt einen Ruck! Ob sich dein Kraftwerk nun nach vier oder erst nach sieben Jahren durch die eingesparten Stromkosten amortisiert, ob du dich mit den Effizienzunterschieden von mono- und polykristallinen Modulen auskennst oder nicht oder ob du unsicher bist, was der Vermieter davon hält: keine dieser Fragen muss dich aufhalten! Schick uns deine Fragen gerne über unser Kontaktformular, wir beantworten sie so schnell wie möglich und machen dich in wenigen einfachen Schritten zum Energieriesen, denn nichts ist für deine Freunde, Bekannten und Nachbarn überzeugender, als dein Beispiel!

Teile diesen Newsletter, damit auch deine Bekannten von der einfachsten Möglichkeit Gebrauch machen können, selbst zum Energieriesen zu werden. Gemeinsam machen wir Deutschland zum Balkonstromland!
 

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