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Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 39 2019
 
In dieser Ausgabe:
 

BDEW NRW zieht vereinfachte Anmeldung zurück

Es ist gerade drei Monate her, dass wir über die Veröffentlichung einer Formularvorlage für die vereinfachte Anmeldung von Stecker-Kraftwerken durch die Landesorganisation des BDEW in Nordrhein-Westfalen berichteten. Damals gaben wir der Hoffnung Ausdruck, dass die Vorlage möglichst schnell von den Netzbetreibern der Region übernommen würde. Leider ist, wie wir in dieser Woche erfahren haben, das Gegenteil eingetreten: Die Vorlage wurde zurückgezogen.

Nach unseren Quellen hatte die Berliner Bundesgeschäftsstelle des BDEW ihren Landesverband angewiesen, die Vorlage zu entfernen. Der Anlass hierzu wiederum sei eine entsprechende Aufforderung der Bundesnetzagentur gewesen. Das allerdings macht die Suche nach einer Begründung recht einfach:

Wie wir bereits in unserem damaligen Artikel hervorhoben, sah die Vorlage für NRW lediglich den Einbau von rücklaufgeschützten Stromzählern vor. Diese messen keine eventuell eingespeisten Strommengen. Die Bundesnetzagentur hat sich aber bereits in der Vergangenheit als äußerst ablehnend erwiesen, wenn es darum geht, bei auch nur geringsten eingespeisten Strommengen eine Bagatellösung - wie sie in anderen Ländern bei Balkonkraftwerken üblich ist - zu akzeptieren. Obwohl es bei den Stecker-Kraftwerken nur um sehr geringe Leistungen geht, besteht die Bundesnetzagentur also auf die Verwendung von Zweirichtungs-Zählern. (Eine umfangreiche Erklärung zu den Zählertypen und deren Bedeutung für Balkonkraftwerke findest du hier.)

Diese Strenge führt allerdings auf Seiten der Netzbetreiber in NRW zu größeren Unsicherheiten in Bezug auf die kleinen Kraftwerke. Gerade ältere Zählerschränke, so die Befürchtungen, seien oft nicht dazu geeignet, moderne Zweirichtungszähler einzusetzen. Diese müssten demnach zunächst "ertüchtigt" werden, wenn ein Balkonkraftwerk angemeldet wird. Die Kosten hierfür, z.T. mehrere tausend Euro, hat der Hauseigentümer zu tragen. Bei Mietshäusern, in denen ein einzelner Mieter also Kosten für das gesamte Gebäude verursachen würde, könnte der Eigentümer dies ablehnen. Wenn nun der Netzbetreiber dem werdenden Nutzer deshalb den Betrieb verwehren müsse, fiele das auf den Netzbetreiber zurück, auch wenn diesem die Hände gebunden sind. Auch aus diesen Bedenken heraus wurde die Vorlage vorerst von der Plattform des BDEW NRW entfernt.

Wir hingegen argumentieren, dass aufgrund gesetzlicher Vorgaben in Kürze ohnehin alle alten Stromzähler durch sogenannte "moderne Messeinrichtungen" ausgetauscht werden müssen. Die Ertüchtigung der alten Zählerschränke muss also in den nächsten Jahren sowieso erfolgen und ist dem Hauseigentümer daher auch heute schon zuzumuten. In anderen Netzbereichen, wie etwa in Bayern, ist diese Einsicht bereits in die Praxis übergegangen, schon jetzt nur noch neue Zähler einzubauen.

Der BDEW Landesverband in NRW möchte nun ebenfalls schnellstmöglich wieder ein Verfahren entwickeln, welches die Verbreitung der Plug-In-Photovoltaik so einfach wie möglich gestaltet und zugleich die Vorgaben der Bundesnetzagentur einhält, sowie die Bedenken der Netzbetreiber ernst nimmt. Wir stehen dem Landesverband dabei beratend zur Seite und haben Hoffnung, dass bereits im Oktober eine neue Lösung erzielt werden kann, über welche wir selbstverständlich in diesem Newsletter berichten werden.
 

E.DIS will Vorlage vom Bayernwerk übernehmen

Nachdem wir bereits mehrfach über die Pläne und Schwierigkeiten der Netzbetreiber unter dem Konzerndach der E.ON berichtet hatten, eine einheitliche Vorlage zur Anmeldung von Balkonkraftwerken einzuführen, scheint in dieser Woche neue Bewegung in die Sache zu kommen. Wie uns die E.DIS in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mitteilte, soll noch in diesen Tagen das selbe vereinfachte Anmeldeverfahren auf der Homepage des Unternehmens veröffentlicht werden, welches bereits bei den Schwesterunternehmen Bayernwerk und Avacon verwendet wird. 

Auch wenn das Formular, welches auf einer Vorlage des BDEW Landesverbandes in Bayern VBEW beruht, nicht ganz den VDE-Normen entspricht, ist es zumindest für Laien einfach auszufüllen und in Bayern und darüber hinaus bereits sehr erfolgreich und weit verbreitet. Es bleibt daher zu hoffen, dass nicht nur die E.DIS sondern auch der vierte große Flächennetzbetreiber unter dem E.ON-Dach, die Schleswig-Holstein Netz AG, sich zu dieser konzernweiten Lösung bekennt. Bisher jedoch war man sich in dem Unternehmen selbst in der Kommunikation nach außen uneinig, wie wir leider auch selbst erfahren mussten. Die verantwortlichen Mitarbeiter bei SH-Netz waren leider bis Redaktionsschluss nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Nachdem Berlin bereits ein eigenes vereinfachtes Anmeldeverfahren eingeführt hat und auch die Anmeldung über unseren nutzerfreundlchen Formularservice anerkennt, wäre es in jedem Fall für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern eine Erleichterung, wenn auch dort beides möglich wäre. Unsere vielen Nutzer aus dem Einzugsgebiet der E.DIS würden in jedem Fall ebenso davon profitieren, wie die täglich größer werdende Zahl an über uns regelkonform angemeldeten Nutzer aus den anderen kooperierenden Netzbereichen.

Kommst auch du aus Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern und würdest gerne das Klima schützen und dabei noch Geld sparen? Dann melde dich jetzt bei uns an, erhalte umgehend Bescheid, sobald dein Netzbetreiber unser vereinfachtes Anmeldeverfahren anerkennt und werde im Handumdrehen zum Energieriesen!

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Balkonkraftwerke für Bedürftige in Hockenheim


Es ist bereits über ein Jahr her, dass wir das erste Mal über die Aktivitäten des Vereins Solardrom e.V. in der Baden-Württembergischen Gemeinde Hockenheim berichteten. Seitdem hat sich in Bezug auf Stecker-Kraftwerke einiges getan, und auch Solardrom war nicht untätig.

Im Rahmen der Energiewendetage 2019 verkündete der Verein den Start seines Fördeprogramms "Sozialstrom", welches gemeinsam mit der Gemeinde und den Stadtwerken in Hockenheim realisiert werden konnte. Dabei geht es nach Angaben des Vorstandsmitglieds Michael Schöllkopf im Wesentlichen darum, Menschen mit niedrigen Einkommen den Zugang zu erneuerbaren Energien in Form von Solarstrom zu gewähren. Dazu stellt der Verein Solardrom e.V. für deren Wohnungen jeweils ein Balkonkraftwerk kostenlos zur Verfügung, wie es etwa auch beim Förderprogramm in Hamm der Fall ist. Alle Mieter ohne Wohneigentum und mit mehr als 1000kWh Jahresverbrauch können sich um die Teilnahme bewerben. Das Programm finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Fördergeldern und ist nur durch das ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder überhaupt möglich.

Solardrom erhofft sich aus diesem ersten Meilenstein nicht nur Vorbildwirkung bei den Hockenheimern sondern auch Erfahrungswerte bei allen Beteiligten. "Wir haben eine Lösung für das Dilemma mit der gesetzlichen Regelung und dem techno-/bürokratischen Regelwerk gesucht. Die Stadtwerke waren da sofort dabei. Wir sehen das ganze auch als Einstieg, um das Thema Balkonanlagen in der Region salonfähig zu machen", führt Schöllkopf uns gegenüber aus.

Es ist erleichternd, zu sehen, dass Bürger, Kommunen und kommunale Netzbetreiber in Baden-Württemberg sich erfolgreich um die Verbreitung dezentraler Energieerzeugung durch Balkonkraftwerke verdient machen. Da bleibt nur zu hoffen, dass diese Mühen im Kleinen auch auf das Große rückwirken. Die NetzeBW, größter Netzbetreiber Baden-Württembergs, sind nämlich noch immer einer der größten Bremsklötze auf dem Weg zu der Etablierung der Stecker-Photovoltaik. Selbst das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg unter dem grünen Minister Franz Untersteller ist über unsere Berichterstattung darauf schon aufmerksam geworden, konnte aber bisher noch keine Veränderung bewirken. Das ist besonders bitter, denn sein Kollege, der Bayerische Energieminister Hubert Aiwanger, kann bereits voller Stolz auf eine flächendeckende Vereinfachung der Anmeldebedingungen für Stecker-Kraftwerke im Freistaat blicken und sonnt sich auch sichtbar in diesem Erfolg.
 

Messebericht "Green World Tour"@Klimawoche Hamburg und Karten für Münster


Die Vorzeichen für unsere Messepräsenz auf der "Green World Tour" in Hamburg waren eher gemischt. Laut Wettervorhersage wurden Sturmböen der Windstärke 8 in der Hansestadt erwartet. Eine ganz schöne Belastungsprobe also für unseren neuen Solar-Balkon. Da Hamburg allerdings gerade vor vier Wochen ein vereinfachtes Anmeldeverfahren für Balkonkraftwerke eingeführt hatte und die Messe auch noch den Abschluss der Hamburger Klimawoche bildete, ließen wir uns davon nicht abhalten.
 

Das stellte sich als die richtige Entscheidung heraus, denn nicht nur bewährte sich unser Standkonzept auch unter extremen Wetterbedingungen sondern auch die Hamburger machten ihrem Ruf alle Ehre und besuchten Messe und Stand mit großem Interesse, frei nach dem Motto "Sturm ist erst, wenn die Schafe keine Locken mehr haben" trotz Wind und mitunter heftigem Dauerregen.
 

Gelohnt wurde es ihnen mit unseren attraktiven Messe-Angeboten wie dem preiswerten Trina-Basic-Balkonkraftwerk von Alpha Solar, dem hochmodernen 345 Wp AC-Modul von GreenAkku und den handlichen Speicherlösungen der "Energiekonzepter" aus Brandenburg.
 

Alles in Allem war auch diese Station der "Green World Tour" ein voller Erfolg und die steife Brise eine Wohltat für unsere feinstaubgeplagten Berliner Lungen. Der einzige Wermutstropfen war, dass wir wegen der vielen Besucher kaum Gelegenheit hatten, unsere neuen Liegestühle auszuprobieren...
 

Vielleicht klappt es ja aber schon dieses Wochenende mit dem Ausprobieren, denn da ist mit Münster schon die nächste Station der Messe dran.
Noch lieber würden wir allerdings dich einmal probesitzen lassen und freuen uns auf deinen Besuch!

dieses Wochenende (05. und 06. Oktober)
jeweils von 11 bis 18 Uhr
In der Mensa am Ring
Domagkstraße 61
48149 Münster


Für unsere registrierten Nutzer gibt es auch für diese und die folgenden Messen wie gewohnt ein kleines Kontingent an Freikarten. Sichere dir also jetzt den kostenlosen Eintritt zur Nachhaltigkeitsmesse in Münster, Frankfurt oder Düsseldorf. 
 
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Noch nicht registriert? Unsere vielen Nutzer erhalten neben der Chance auf Freikarten zu verschiedenen Messen auch vollständigen Zugang zu den Bewertungen in unserem jährlichen Angebots-Ranking und zu unserem kostenlosen Online-Formularservice über den du mühelos dein eigenes Balkonkraftwerk bei kooperierenden Netzbetreibern und der Bundesnetzagentur anmelden kannst.

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