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Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 44 2020
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In dieser Ausgabe:
 

Anbieter im Portrait: Alpha Solar- und Heizungstechnik


Warum in die Ferne schweifen, wenn man sein Balkonkraftwerk auch versandkostenfrei nebenan kaufen kann? So dachte sich Reinhard Bege, der findige Geschäftsführer von Alpha Solar aus dem Bayerischen Hallbergmoos im Jahr 2019. Mit den kleinen Kraftpaketen war er zu diesem Zeitpunkt bereits sehr erfolgreich, war gerade zum Gewinner des Mini-Solar-Awards gekürt worden und hatte sogar Besuch vom Bayerischen Energieminister bekommen. Dass allerdings seine Kunden aus ganz Deutschland einen guten Teil der Amortisierungsdauer ihrer Stecker-Kraftwerke an Versandkosten dran geben mussten,  missfiel Bege zutiefst. Einfallsreich wie er ist, baute er darum kurzerhand in wenigen Monaten ein bundesweites Netzwerk an Abholstationen auf, an denen nun seine Kunden aus ganz Deutschland ihr Heimkraftwerk selbst abholen und sich den teuren Versand sparen können. Damit hebt sich Alpha Solar angenehm vom Wettbewerb ab. Dies ist allerdings noch lange nicht der einzige Punkt, an dem das der Fall ist. 
 

So entwickelte das Unternehmen etwa erstmals in Deutschland ein Baukasten-System unter dem Label „Sonnenheizung“, bei dem Kunden basierend auf dem Balkonkraftwerk eine ständige Erweiterung der Anwendungsfälle vornehmen können. So kommt man etwa zum mit Solarstrom betriebenen Warmwasser-Pufferspeicher, zur solaren Klimaanlage oder sogar zur mit Sonnenenergie vom Carport versorgten Stromtankstelle für das E-Auto. Sektorkopplung für den Hausgebrauch also, und das weitestgehend ohne Wechselrichter, ohne Bürokratie, ohne Anmeldung. Denn bei der Sonnenheizung kann jeder mit bis zu 7 Modulen unabhängig von Netzanschluss Warmwasser, Heizwärme oder Kühlung erzeugen.
Nach Berechnungen von Alpha Solar kostet die Kilowattstunde aus der Sonnenheizung für das Warmwasser nur vier, für Wohnraumkälte nur drei und für das solare Heizen sogar nur zwei Cent. Wesentlich günstiger also, als Energie aus fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas.
 

Aber nicht erst bei der Nutzung, auch bei der Anschaffung des Kleinkraftwerks ist Alpha Solar Innovationstreiber. So ist das Unternehmen etwa kürzlich selbst zum Ökostrom-Anbieter geworden und bietet wechselwilligen Stromkunden einen Rabatt von bis zu satten 250€ auf die Anschaffung eines eigenen Balkonkraftwerks an. Zudem bietet Alpha als einziges uns bekanntes Unternehmen seine Kraftwerke auch mit Ratenzahlung an. Für nur 7,90€ pro Monat kann man so bereits zum eigenen Energieversorger werden. Ein einmaliges Schnäppchen.
 

Wer sich also im gut sortierten Shop von Alpha Solar sein Wunschkraftwerk aussucht, kann sicher sein, Kunde eines echten Innovationstreibers zu sein. Dass die Angebote dort zudem auch noch sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnisse aufweisen, macht den Besuch nur noch empfehlenswerter.
 
ZUM ALPHA-SHOP

Balkonkraftwerk gegen den Willen des Vermieters


Neben dem geringen bürokratischen Aufwand macht den Reiz des Balkonkraftwerks vor allem aus, dass es erstmals auch Mieter dazu in die Lage versetzt, aktiv an der Energiewende teilzunehmen. Das erhöht die Zahl potenzieller Energiewender-Haushalte um über 100%. Eine stolze Leistung. Allerdings bringt es auch Nachteile mit sich, wenn einem die Mauern, Geländer und Flächen nicht gehören, an oder auf denen man sein kleines Kraftpaket betreiben möchte. Die Schwierigkeiten, welchen Balkonstromern mit Wohneigentum begegnen können, und über die wir im vorletzten Newsletter bereits gesprochen hatten, gelten hier äquivalent: Nicht nur Schäden an der Bausubstanz, etwa durch Anbohren von Mauern, sondern auch die Beeinträchtigung der Außenansicht des Gebäudes durch die Anbringung eines Balkonkraftwerks an der Balkonbrüstung o.ä. können den Vermieter oder die Hausverwaltung auf den Plan rufen und im Extremfall zu einer Abmahnung führen. Selbst der Betrieb im Mietergarten kann unter Umständen untersagt werden, wenn der Mietvertrag oder entsprechende Zusatzvereinbarungen dies vorsehen. Zum Glück gibt es allerdings für die meisten Fälle mittlerweile eine Lösung. Um diese soll es im Folgenden gehen.

Zunächst einmal gilt: Vermieter und Hausverwalter sind auch nur Menschen und bei Menschen ist Konsens der Königsweg. Es schadet also nicht, wenn man als werdender Kleinkraftwerksbetreiber zunächst einmal die Haltung der Entscheider in der Sache erfragt. Dabei ist es natürlich von Vorteil, wenn man sich vorher mit der Materie befasst und seine Argumente zurechtgelegt hat. Wir empfehlen hierzu unseren Artikel "In 3 Schritten zum Energieriesen", in dem es viele Hintergrundinformationen zum Thema gibt. Zudem ist es natürlich nie verkehrt, dem Entscheider überzeugend zu vermitteln, dass ein Haus mit Balkonkraftwerk als nachhaltiges und modernes Haus wahrgenommen wird, was sich positiv auf die Wohnungsnachfrage auswirken kann. Sollte man bereits offene Türen einrennen, gibt es natürlich noch das Sahnehäubchen einer auch optisch einheitlichen Gesamtlösung für alle Wohneinheiten des Gebäudes. Gerade für Mehrfamilienhäuser hilft dort ggf. ein Anruf bei Auxolar aus Berlin, welche bereits eine Reihe solcher Projekte verwirklichen konnten.

Aber auch wenn der Vermieter oder die Hausverwaltung auf Stur stellen, ist das eigene Kleinkraftwerk noch nicht vom Tisch, denn die Einspeisung an sich ist grundsätzlich nicht untersagt. In einigen Fällen hat es sich bewährt, Balkonkraftwerke in dem Fall umzutaufen. So gehen etwa Modelle mit besonders leichten und flexiblen Modulen wie das Sunman300-Balkonkraftwerk von Herr Strom, das extra schmale Flex Home-Set von der Sonnenrepublik, der coole Freddy von base.energy oder der schon vielerorts erhältliche LIGHTMATE B von EET auch einfach als "Sichtschutz" durch. Auch kreativere Varianten wie die Solartische von iKratos oder die coolen Solar-Klapptisch-Varianten von Peter Frerkes oder gleich den solaren Gartenarbeitsplatz "Cube" von der p3-Werkstatt eröffnen weitere Optionen, genehmigungsfrei Kleinerzeugung am Mietobjekt zu betreiben.

Gerade wenn es um den Balkon geht, gibt es noch einen Weg, der sich bereits mehrfach bewährt hat: Die Platzierung des Kraftwerks auf dem Balkon. Wer sich nun um das gemütliche Draußensitzen im Sommer sorgt, der kann sich entspannen: Hochkant-Aufständerungen wie sie etwa bei Herr Strom angeboten werden oder beim sehr bekannten SIMON 2.0-Modell zubuchbar sind, reduzieren die benötigte Fläche auf ein Minimum. 

Wen der Platzverlust allerdings nicht stört und wer auch etwas handwerkliches Geschick mitbringt, der hat seit einigen Tagen bereits einen Arbeitsauftrag von dem er bisher nichts wusste. Denn seit letztem Wochenende findet sich bei YouTube eine gut verständliche und unterhaltsame Video-Anleitung von Florian Heisen, besser bekannt als "Der Maler", zum günstigen Eigenbau einer soliden horizontal-Aufständerung für einzelne Solarmodule, die er für sein eigenes Balkonkraftwerk angefertigt hat. Wir empfehlen euch, das Video mal anzusehen, und das nicht nur weil Florian uns freundlicherweise erwähnt. ;)
 
ZUR VIDEO-ANLEITUNG
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PVplug wieder aktiv?

Bild: Verleihung des Georg-Salvamoser-Preises an PVplug 2018
 
Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) hat sich in den vergangenen Jahren enorm um das Balkonkraftwerk verdient gemacht. Der unnachgiebigen Arbeit ihrer Projektgruppe PVplug ist es zu verdanken, dass die regulatorischen Grundlagen für den Balkonsolar-Markt überhaupt erst geschaffen wurden. Dafür erhielt die Gruppe 2018 den Georg-Salvamoser-Preis auf der damaligen Intersolar-Messe. Wir durften der Preisverleihung damals beiwohnen und die auf der Bühne versammelte, geballte Fachkompetenz bestaunen.

Nach diesem Erfolg ist es allerdings immer ruhiger geworden um die Projektgruppe. Der letzte Beitrag auf ihrer Webseite stammt vom Februar diesen Jahres. Dies kann sich aber nach einer Meldung im aktuellen DGS-Newsletter bald ändern. Während sich der Artikel hauptsächlich mit den reichweitenstarken Aktionen der Verbraucherzentralen zum Thema befasst, welche auch wir schon besprochen hatten, kündigt er am Ende eine neue Aktion der DGS zum Thema an. Da wenige Sätze zuvor das Portal von PVplug hervorgehoben wird, liegt die Vermutung nahe, dass die Aktion von dort kommen wird. Wir jedenfalls sind gespannt.

Wer wie wir die nächste Aktion der DGS nicht verpassen will, der kann entweder den DGS-Newsletter oder den Newsfeed von PVplug (Feed-Reader erforderlich) selbst abonnieren. Eines ist sicher: interessante Lektüre bieten beide!
 
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