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Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 50 2020
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In dieser Ausgabe:
 

Das Balkonkraftwerk und die Spitzenpolitik


Die deutsche Spitzenpolitik ist in weiten Teilen nicht gerade für ihre Risikofreude bekannt. Zurückhaltung war schließlich auch lange ein Erfolgsrezept. Mit dem Slogan „Keine Experimente" wurde etwa die bislang einzige absolute Bundestagsmehrheit in der Geschichte der Bundesrepublik errungen. Daher kann es auch nicht verwundern, dass das Balkonkraftwerk, welches lange zu den umstrittenen Technologien gehörte, bis vor einiger Zeit ein Nischendasein im politischen Umfeld führte. Aber diese Zeiten sind nun offenbar vorbei.

Auf kommunaler Ebene gewinnt das Thema schon länger an Fahrt, wie die Forderungen der SPD Gütersloh oder Aktionen der Grünen Main-Taunus belegen. Allerdings ist seit einiger Zeit auch auf Landesebene eine Veränderung zu bemerken. Bereits 2019 etwa erkannte der Bayerische Energieminister Aiwanger (Freie Wähler) die kleinen Kraftpakete für sich (wir berichteten) und bewarb deren Nutzung in einem kleinen Video für die sozialen Medien. NRW Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) zeigte sich bei einem Ausstellungskraftwerk der Verbraucherzentrale NRW im August diesen Jahres begeistert und fand, die praktischen Geräte seien "eine tolle Möglichkeit, die eigene Stromrechnung zu senken und gleichzeitig das Klima zu entlasten". Jan Phillip Albrecht (Grüne), Umweltminister Schleswig-Holsteins, ließ sich anlässlich des durch ihn ermöglichten ersten Förderprogramms für Balkonkraftwerke auf Landesebene in dramatischer Pose mit einem kleinen Modell ablichten. Seit dieser Woche aber trägt nun erstmals auch eine Ministerpräsidentin das Balkonsolar-Wappen im Schild. Malu Dreyer (SPD), Regierungschefin in Rheinland-Pfalz, widmete eine Passage ihrer Rede auf dem Parteitag der Landes-SPD den Kleinkraftwerken.

"Menschen sollen nicht mehr allein nur vom Klimaschutz betroffen sein [...]" sondern sich auch aktiv beteiligen können. Als Beispiel hierfür nennt sie, dass "man auch seine Mini-PV-Anlage auf dem Balkon betreiben kann [...] wo man seinen Haushalt mit günstigem Strom versorgen kann". Das sind keine hohlen Worte, denn die Landesregierung hat bereits eine entsprechende Initiative für ein landeseigenes Förderprogramm auf den Weg gebracht (wir berichteten).

Das sind gute Signale, allerdings braucht es für eine volle Entfaltung des Potenzials von Mini-Solarkraftwerken noch mehr. Es ist an der Zeit, dass gemeinsam mit der rein finanziellen Förderung auch ein Bürokratieabbau einher geht. Daher fordern wir zusätzlich zu Förderprogrammen in jedem Bundesland auch ein Einwirken der Landespolitik auf die Netzbetreiber, um endlich normkonforme, einheitliche und nutzerfreundliche Anmeldeverfahren für Stecker-Kraftwerke einzuführen. 

Wenn du dieser Forderung gemeinsam mit uns Nachdruck verleihen möchtest, dann unterstütze unsere Balkonsolar-Petition an die Landesminister! Unterzeichne jetzt und hilf uns mit, ganz Deutschland zum Balkonstromland zu machen!
 
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Kennst du andere Menschen, die für die dezentrale Energiewende brennen? Dann bitte sie darum, sich an der Petition zu beteiligen!

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Mini-PV im globalen Süden

 
Während hierzulande die Mini-Photovoltaik gerade erst an Fahrt aufnimmt, profitieren in anderen Regionen der Erde bereits Millionen von Menschen von der Technologie. Die "Frankfurter Rundschau" berichtete in dieser Woche von einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der TU Berlin, in der dieses Phänomen detailliert untersucht wurde.

Ihr zufolge seien etwa in Bangladesch und Kenia kleine, dezentrale PV-Inselsysteme besonders effektiv eingesetzt worden. In Bangladesch z.B., wo die Regierung bereits im Jahr 2000 ein Ausbauprogramm für Photovoltaik ins Leben gerufen hatte, decken bereits 9% der gesamten ländlichen Bevölkerung ihren Strombedarf ganz oder in Teilen über dezentrale Energiesysteme. Die meisten greifen dabei auf kleine Solar-Home-Systeme zurück, von denen bereits 2012 die erste Million verbaut waren. Heute sind es über acht Millionen. Die Systeme beinhalten meist nur ein kleines Solarmodul und einen kleinen Batteriespeicher und machen sich in der Regel schon nach 3-4 Jahren finanziell bezahlt. 

Solche und andere Beispiele zeigen: Eine Welt in der die Bürger den Schlüssel zu ihrer eigenen Energieversorgung in Händen halten, ist möglich. Dank dem Balkonkraftwerk nun auch bei uns.

 

Abgesang auf den SION 1.0


Am Donnerstag hat das den treuen Lesern unsers Newsletters nicht unbekannte Start-up Sono Motors aus München in einem Livestream auf YouTube das Jahr Revue passieren lassen. Das von dem jungen unternehmen entwickelte E-Auto SION, welches sich über in die Karosserie integrierte Solarmodule beim Parken in der Sonne selbst auflädt, ist bereits vielen Enthusiasten der Elektromobilität ein Begriff. Die vielen innovativen, spannenden und nachhaltigen Features des Fahrzeugs faszinieren und lassen auf eine zukunftsweisende Veränderung in der Mobilität hoffen. Es steht allerdings bereits seit geraumer Zeit fest, dass die ursprünglichen Prototypen des Fahrzeugs nicht mehr dem aktuellen Planungsstand entsprechen, worauf bei der Übertragung auch Bezug genommen wurde. Neben einigen interessanten Einblicken in die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens und deren Aktivitäten im ablaufenden Jahr, wurde daher auch ironisch emotionaler Clip gezeigt, den man getrost als Abgesang auf die bisherigen Konzepte des SION verstehen darf.

Einen ersten Blick auf den neuen Prototypen erhoffte man sich bei der Übertragung allerdings vergeblich. Dessen Enthüllung ist auf der digital stattfindenden CES 2021 am 11.-14. Januar 2021 vorgesehenen. Bis dahin wird man sich noch gedulden müssen. Geduld ist aber eine Tugend, welche die Fans des bereits seit 2017 in Entwicklung befindlichen Fahrzeugs gut beherrschen.  Analog zu den HODLERN der Bitcoin-Gemeinde, gibt es in der SION-Community daher schon seit einiger Zeit den Hashtag #staysono, hinter dem sich all jene vereinen, die sich sicher sind, dass am Ende eine Revolution der Mobilität herauskommt. An das Gute glaubt man eben gern.

Ein Mitschnitt des Livestreams ist auf dem YouTube-Kanal von Sono Motors verfügbar. Wenn du mehr über das Unternehmen und den Entwicklungsstand erfahren möchtest, dann schau gerne mal rein.
 
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