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Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 45 2020
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In dieser Ausgabe:
 

Balkonsolar-Rabatte bei Genossenschaften

Bild: bbeg
Bürgerenergiegenossenschaften sind eine wichtige Triebfeder der Energiewende. Sie ermöglichen es Bürgern, sich am Bau etwa von Windkraftanlagen oder Solarparks zu beteiligen und von deren Erträgen zu profitieren. Zudem sorgen sie immer wieder über aktive Medienarbeit für die Verbreitung der Botschaft von der Energiewende in Bürgerhand. Bei diesem Profil ist die Nähe zum Balkonkraftwerk vorprogrammiert. Daher kann es auch nicht verwundern, dass bereits eine ganze Reihe an Genossenschaften die kleinen Kraftpakete für sich entdeckt haben. Auch ein Beitrag der Energieagentur NRW aus dieser Woche befasst sich mit diesem Umstand.

Darin geht es insbesondere um die Vorteile von Sammelbestellungen durch die Genossenschaften, welche für Mitbesteller besonders günstige Anschaffungskosten garantieren. Die BürgerEnergiegenossenschaften Ruhr-West eG (BEG-RW), die BürgerEnergieGenossenschaft eG (BEG-58) und die Bergische Energiegenossenschaft eG (bbeg) sind im Artikel als Beispiele für diese Praxis aus NRW genannt. Aber auch aus anderen Regionen Deutschlands ist diese Praxis bekannt. Andere Genossenschaften werben sogar mit vergünstigen Balkonkraftwerken als Willkommensgeschenk für neue Mitglieder.

Das Konzept scheint auch aufzugehen, wie die Wuppertaler Rundschau berichtet. Allein die o.g. Bergische Energiegenossenschaft etwa war in Wuppertal und Umgebung bereits an der Anschaffung von 45 Kleinkraftwerken für Privathaushalte beteiligt. Auch die vielen weiteren Förderprogramme und Vergünstigungen fürs Balkonkraftwerk sorgen vielerorts für einen zusätzlichen Anreiz zur Anschaffung. Wir haben alle uns bekannten Vorteilsprogramme dieser Art für unsere registrierten Nutzer in einer Liste zusammengefasst. Wenn du also über eine Anschaffung nachdenkst und dabei sparen möchtest, dann prüfe doch einfach, ob es auch in deiner Region bereits eine entsprechende Möglichkeit gibt.
 
ZU DEN VERGÜNSTIGUNGEN
Du kennst auch andere Sparer, die gerne von dauerhaften Vergünstigungen profitieren? 
Gib ihnen gerne Bescheid, dass es hier etwas abzustauben gibt!

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EET wechselt Wechselrichter-Hersteller

Bild: LIGHTMATE G von EET
Das Startup EET aus Graz und SOLMATE, sein optisch ansprechender Heimspeicher fürs Balkonkraftwerk, beschäftigten uns im Newsletter bereits mehrfach. Auch einige technischen Details zu dem innovativen Produkt sind kein Geheimnis mehr. So ist bekannt, dass für die Umwandlung der im SOLMATE gespeicherten Sonnenenergie in haushaltsverträglichen Wechselstrom bisher ein INV 500-90 Wechselrichter des deutschen Herstellers AEconversion zum Einsatz kam. Auch bei den Balkonkraftwerken der LIGHTMATE-Reihe, welche ohne Speicher auskommen, setzte EET bisher auf Wechselrichter dieses Herstellers. In dieser Woche allerdings wies EET seine Geschäftspartner darauf hin, dass ab sofort bereits im LIGHTMATE G keine AEconversion Modelle mehr zum Einsatz kommen werden. 

Auf unsere Anfrage nach den Gründen für diese Entscheidung hin nannten die Österreicher in erster Linie Stabilitätsprobleme der Wechselrichter aus Deutschland und auch ihren verhältnismäßig hohen Preis. Zudem sei die Nutzung der AEconversion Modelle komplexer gewesen und habe zu vermehrten Kundenrückfragen geführt. Darüber hinaus wird für das immer erfolgreicher auch am deutschen Markt agierende Unternehmen die Skalierbarkeit zunehmend zum Thema. AEconversion habe hier einfach nicht mehr die notwendige Beschaffungssicherheit bieten können, so EET.

Die neuen Kraftwerksmodelle werden ab jetzt statdessen mit Wechselrichtern von Envertech ausgerüstet. Der chinesische Hersteller, über den wir in absehbarer Zeit noch detaillierter berichten werden, produziert die hierzulande bereits seit Jahren meist verwendeten Mikrowechselrichtertypen und ist für seine kulante Garantiepolitik bekannt.  Für die zukünftigen Kundenvon EET bringt dieser Wechsel einige handfeste Vorteile mit sich. Dazu zählen nicht zuletzt eine erhöhte Garantiezeit von 15 Jahren und ein ca. 50€ günstiger liegender Preis. Zumindest von Verbraucherseite her gedacht, ist es also ein Schritt in die richtige Richtung.
 

Gefahr für Stecker-PV durch das neue EEG?

 
Über die Fallstricke der aktuell verhandelten EEG-Novelle haben wir in der Vergangenheit bereits berichtet. Dass sich in den vielen Seiten Juristensprech aber auch Gefahren für die Stecker-Photovoltaik verbergen können, wurde bisher nicht vermutet. Thomas Seltmann von der Verbraucherzentrale NRW äußerte diese Vermutung in dieser Woche erstmals in einem Interview mit dem Branchenmagazin "Energie & Management". Da der Artikel allerdings etwas breiter angelegt war, kamen die entsprechenden Details aber etwas zu kurz. Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, suchten wir das direkte Gespräch mit Seltmann und konnten dabei erstaunliches erfahren:

Der Kabinettsentwurf für die EEG-Novelle beinhaltet auch eine Aktualisierung in Hinsicht auf die Pflicht zum Einbau eines "Smart Meters", also eines intelligenten Stromzählers mit z.T. hohen Betriebskosten (hier eine Begriffsklärung). Zwar gelte für neu installierte Kraftwerke eine Grenze von 1kWp, unterhalb derer ein Smart-Meter nicht notwendig sei, diese greife aber offenbar nicht für bereits ausgeförderte Solarmodule. 

Seltmann erwartet für die nächsten Jahre eine zunehmende Anzahl an Gebrauchtmodulen aus ausgeförderten und auf Eigenverbrauch reduzierten/optimierten Dachanlagen im Markt. Bereits heute gibt es Ansätze, diese als extrem günstige Mini-Kraftwerke wieder zu verwenden. Darauf baut etwa das Geschäftsmodell von SunCrafter aus Berlin auf, wenn auch im Off-Grid Bereich. Da die so verwendeten Module nach dem Verständnis des EEG nicht als Neuanlage gelten, wäre dort eine Smart-Meter-Pflicht denkbar, welche die Kleinkraftwerke völlig unwirtschaftlich machen würde. Im schlimmsten Falle käme ein Herkunftsnachweis der Module in Frage, dessen Nichterbringung automatisch eine solche Pflicht nach sich ziehen würde.

Die Verbraucherzentrale NRW hat in Hinsicht auf die aktuelle rechtliche Situation für Stecker-Kraftwerke sowie auf die Folgen einer Umsetzung des aktuellen Kabinettsentwurfs zur EEG-Novelle für die Geräte ein juristisches Gutachten erstellen lassen, welches zeitnah veröffentlicht werden soll und weitere erstaunliche Punkte beinhaltet. Sobald die Veröffentlichung erfolgt ist, werden wir im Detail darüber berichten. Vorab nur so viel: Es sind auch einige erstaunlich positive Überraschungen dabei.
 

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