Copy

Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 36 2020
zur Web-Version
 
In dieser Ausgabe:

Sieht so das neue EEG aus?


Das EEG ist der gesetzliche Eckpfeiler der Energiewende in Deutschland. Es bestimmt seit über zwanzig Jahren die Ausgestaltung der Energiewende und hat bereits einige Anpassungen erfahren. Einige Regeln haben sich allerdings erhalten, darunter die Begrenzung der Förderdauer von privaten Solaranlagen auf zwanzig Jahre. Darum fallen nun die Anlagen der ersten Solarpioniere in Deutschland Stück für Stück aus der Förderung heraus. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat es der Gesetzgeber allerdings nicht für nötig empfunden, eine stabile Sruktur zu schaffen, in der diese Anlagen auch nach Ablauf der Förderung noch wirtschaftlich betrieben werden können. Darum droht vielen von ihnen trotz Funktionsfähigkeit nun der Rückbau, was ein bizarrer Widerspruch zu den Zielen der Förderung darstellt.

Bereits im April wurde ein Entwurf der Bundesnetzagentur zur Gestaltung eines Marktumfelds veröffentlicht, welcher den Anlagenbetreibern verschiedene Modelle zur weiteren Nutzung anbot (wir berichteten). Diese Modelle wurden vielseitig kritisiert. Der bekannte Kommunikator der Energiewende Frank Farenski tourte gar trotz der Kontaktbeschränkungen mit der "Aktion Eigenstrom" durch Deutschland, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Auch wenn wir selbst nach einem längeren Gespräch mit Peter Stratmann, dem Urheber der Modelle, eine etwas differenziertere Sicht auf die Modelle haben, stimmen wir der Folgerung zu, dass sie allesamt finanzielle Nachteile für Anlagennutzer mit sich bringen und unter Umständen zur Unwirtschaftlichkeit führen können. Für Balkonsolaranlagen allerdings wirkte die Veröffentlichung der Bundesnetzagentur vorerst positiv, da darin weitere Vereinfachungen für die kleinen Kraftpakete angedacht waren. Eine genaue Ausgestaltung stand aber laut Stratman noch aus.

Umso interessanter machte dies den seit dieser Woche durchgesickerten, 140 Seiten starken Referentenentwurf für das neue EEG, der die Grundlage für eine nun doch angestrebte gesetzliche Umgestaltung des Marktes bilden soll. Leider ist es aber doch nur ein kleiner Wurf geworden, den das Bundeswirtschaftsministerium ins Rennen schickt. Dach-Solaranlagen sollen für eine Übergangszeit erstmal den gesamten eingespeisten Strom weiter vergütet bekommen, allerdings zum meist sehr niedrigen Marktwert und abzüglich einer Verarbeitungsgebühr. Dass dies in jedem Fall genügt, um die Anlagen weiterhin wirtschaftlich zu betreiben, darf bezweifelt werden. Bis 2027 soll dann ein neues Gesetzespaket vorgelegt werden, welches ein tatsächlich sinnvolles Marktkonzept ermöglichen soll.
Abschaffung der als "Sonnensteuer" bekannten Umlage auf den Eigenverbrauch? Konzepte zur Peer-to-Peer Vermarktung? Umsetzug der bis Juni 2021 in deutsches Recht zu übertragenden EU-Richtlinie 2018/2001 zur Stärkung von Prosumerrechten? Fehlanzeige. Das Balkonkraftwerk wird nicht einmal erwähnt. Angesichts der sonstigen Enttäuschungen muss man darüber aber wohl froh sein.

Die Kritik am Entwurf ist vielfältig. In den folgenden Wochen werden also voraussichtlich noch jede Menge Änderungen vorgenommen werden, bevor der Vorschlag im Bundestag diskutiert wird. Dass dies aber passiert, ist unvermeidlich, denn was die Weiterführung der Energiewende in Deutschland angeht, gilt zumindest eine Aussage aus dem Referentenentwurf uneingeschränkt: "Alternativen: Keine".
 

Förderprogramm und Infoveranstaltung in Bielefeld


Immer wieder berichten wir im Newsletter über kommunale Förderprogramme für Stecker-Solaranlagen. Wo die Bundesregierung und auch die meisten Bundesländer noch konzeptlos vor der neuen Technologie stehen, gehen die Gemeinden oft voran. Und auch in dieser Woche haben wir wieder durch eine Zuschrift (Danke Lukas!) von einem neuen kommunalen Förderprogramm erfahren. Diesmal ist es die Stadt Bielefeld, welche bis zu 150€ pro Gerät zuschießt. Die Förderbedingungen sind allerdings unverhältnismäßig hart. So werden etwa nur die Geräte von drei Anbietern (DGS-Standard) gefördert und zudem ist immer ein Elektriker hinzu zu ziehen. Dennoch ist es gut, dass die Gemeinde hier überhaupt eine Förderung bereitstellt, denn der Netzbetreiber der Stadt, die SWB Netz hat sich bisher als wenig Balkonsolar-freundlich erwiesen. Vielleicht kann hierdurch ein Umdenken bewirkt werden.

Zum Förderprogamm wird schon am morgigen Dienstag, den 08.09.eine Informationsveranstaltung in Bielefeld angeboten. Die Anmeldung kann hier vorgenommen werden: >klick< 

Damit rückt die Region in Ostwestfalen-Lippe bei der Förderung weiter nach vorne, denn die Nachbarstadt Verl hatte ihr Förderprogramm für die kleinen Kraftpakete bereits einige Monate zuvor veröffentlicht (wir berichteten). und auch der Kreis Lippe fördert seit wenigen Wochen deren Kauf (wir berichteten auch hierzu).

Diese und weitere Förderprogramme aus ganz Deutschand findest du als registrierter Nutzer in unserer Förderungs-Datenbank:
 
ZU DEN FÖRDERPROGRAMMEN
Auch wenn kommunale Förderprogramme einen wichtigen Beitrag leisten können, sehen wir auch die Bundesländer in der Verantwortung, die Nutzung von Balkonsolaranlagen voranzubringen. Schleswig-Holstein ist hier mit gutem Beispiel vorangegangen. Wir haben vor Kurzem eine Petition gestartet, um auch die weiteren Bundesländer davon zu überzeugen, die praktischen Geräte zu fördern. Hilf uns dabei, ganz Deutschland zum Balkonstromland zu machen und unterzeichne ebenfalls!
 
JETZT UNTERZEICHNEN

Lade auch deine Freunde ein, sich zu beteiligen:

   bei WhatsApp teilen

auf Facebook teilen auf Facebook teilen
tweeten tweeten
per Mail teilen per Mail teilen

Messebericht Green World Tour Berlin


Die Green World Tour 2018 in Berlin war unsere allererste Messepräsenz mit MachDeinenStrom.de. Damals konnten wir gute Kontakte knüpfen und die ersten Nutzer für das Thema gewinnen. Daher sind wir seit dem mit Freude und auch etwas Nostalgie jedes Jahr wieder mit dabei, wenn die Nachhaltigkeitsmesse von "Autarkia" in der Hauptstadt Station macht. An diesem Wochenende war Berlin zudem der erste Standort, an dem die Messe nach der pandemiebedingten Pause wieder live stattfinden konnte. Das Bangen allerdings, ob sich wirklich genügend Besucher für zwei erfolgreiche Messetage anfinden würden, löste sich vor Ort schnell auf. Bereits am Samstag staute sich trotz Regenwetter und einigen Windböen die Menschenreihe am Einlass bis auf die Straße. Nach dem Einlass verteilte sich die Besuchermenge aber rasch. Das hervorragend umgesetzte Hygienekonzept des Veranstalters und die gute Maskendisziplin der Besucher sorgten für einen sicheren Auftakt für die spätsommerliche Messesaison.  
 

In intensiven Gesprächen konnten wir viele spannende Kontakte knüpfen und vertiefen, jede Menge neue Interessenten für die Technologie begeistern und die beiden Vorzeigekraftwerke unserer Messepartner präsentieren. Das äußerst attraktive AC-Solarmodul 345Wp von GreenAkku mit Q-Cells Halbzellen-Modul aus deutscher Entwicklung und am Modulrahmen integriertem schmalem Wechselrichter von AE-Conversion sowie das preisgünstige 330W Balkonkraftwerk von Alpha-Solar mit Halbzellen-Modul vom Marktführer Trina-Solar und einem pechschwarzen Wechselrichter mit extra langer Garantie von Hoymiles leisteten beide treue Dienste und erzeugten insbesondere am seinem Namen alle Ehre machenden Sonntag jede Menge sauberen Sonnenstrom. 
 

Die Besonderheit auf dieser Messe: Die Energie aus unseren Kraftwerken ging diesmal nicht ins Stromnetz sondern in die Akkus von "Ferdinand", dem nagelneuen Tiny House der Veranstalter mit autarker Energieversorgung. Der beeindruckende Wechselrichter der noch beeindruckenderen fahrbaren Einzimmerwohnung simulierte ein perfektes 230V-Netz, welches die Mikrowechselrichter an unseren Balkonkraftwerken fraglos akzeptierten. So konnten wir mit dazu beitragen, dass die Stromreserven des Ferdinand am Sonntag Abend wieder auf annähernd 100% standen. 
 
im Bild: Ferdinand mit Badezimmer-Luke und 
unser ultraleichtes Glasfaser-Balkonmodul

Einmal mehr blicken wir also auf eine erfolgreiche Messe zurück und freuen uns auf die vielen weiteren Veranstaltungen, an denen wir die Gelegenheit haben, auch dich persönlich kennen zu lernen, wie etwa demnächst in Köln und Hamburg.
 

Freikarten für Köln und Hamburg


Auch in den nächsten Wochen werden wir auf mehreren Messen vertreten sein und geben dir die Möglichkeit, uns persönlich zu treffen, alle Fragen los zu werden und dir die neuesten Balkonkraftwerke aus der Nähe anzusehen. So sind wir mit unserem Solarbalkon etwa schon am übernächsten Wochenende in Hamburg am Start und erzeugen vor der Petrikirche live Sonnenstrom. Zudem sind wir schon an diesem Wochenende (19. und 20.09.) in Köln auf der Green World Tour zu sehen. Dort allerdings nicht in Person sondern über zwei Vorträge, welche wir virtuell aus Berlin übertragen.

Dennoch stellen wir für beide Events Freikarten für unsere registrierten Nutzer zur Verfügung. Wenn du also die Gelegenheit nutzen und jede Menge spannender Produkte rund um das Thema Nachhaltigkeit erleben möchtest, dann registriere dich bei uns und sichere dir freien Eintritt auf einer der beiden Messen. Wir freuen uns auf dich!
 
JETZT FREIKARTE SICHERN!

In eigener Sache


Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, die dezentrale, nachhaltige Energieversorgung zu fördern und Jedem die Möglichkeit zu geben, sich durch die Erzeugung eigenen Stroms auch privat an der Energiewende zu beteiligen.
Wenn du dieses Ziel teilst, dann teile auch diesen Newsletter mit deinen Freunden, like uns auf Facebook, folge uns auf Twitter, abonniere uns auf Instagram und baue mit am Energiekonzept der Zukunft!
liken
liken
folgen
folgen
abonnieren
abonnieren
Hier können auch deine Freunde den Newsletter abonnieren: https://machdeinenstrom.de/empfiehlt/newsletter-abo/
Wenn du unsere Arbeit für die Energiewende in Bürgerhand durch einen freiwilligen finanziellen Beitrag unterstützen möchtest, dann hast du hier die Gelegenheit dazu:
JETZT UNTERSTÜTZEN!
© 2020 EmpowerSource UG - Mach Deinen Strom!


Maileinstellungen Verändern? Kein Ding!
Aktualisiere Deine Einstellungen oder bestelle den Newsletter ab.