Copy

Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 41 2019
 
In dieser Ausgabe:
 

Balkonmodul zur Miete

Mit der zunehmenden Ausweitung des Marktes für Mini-Solarkraftwerke werden auch die Geschäftsmodelle bunter. In dieser Woche etwa ist uns erstmals seit Erscheinen dieses Newsletters ein Angebot für ein Miet-Modul begegnet. Es stammt von der EnerGeno Heilbronn-Franken Service GmbH und macht die Nutzung eines Balkonkraftwerks schon ab 3,33 pro Monat möglich. 

Zum Einsatz kommt dabei ein nicht näher bezeichnetes monokristallines Solarmodul mit 300W, das in Abmessungen und Gewicht (165x992x35, 18,6kg) einem Trina Honey Plus TSM-DD05A.08 Modul entspricht, wie es etwa auch Carpe Diem und iKratos in diesem Jahr in ihren Paketen angeboten haben. Auch der Wechselrichter ist nicht näher bezeichnet, soll aber nach Angaben von EnerGeno zumindest normgerecht sein. Auch ein Kabel soll im Lieferumfang bereits enthalten sein, von dessen Länge ist aber beim Angebot nichts zu erfahren. Leider wird auch nicht deutlich gemacht, ob ein Stecker mitgeliefert wird und wenn ja, ob es dann ein Schuko- oder ein RST20-Stecker ist. Zwar sind die Informationen also noch dürftig, aber die Eckdaten lassen bereits einen oberflächlichen Vergleich zu.

Bereits im Jahr 2016 gab es nämlich mit dem "Care Cell" des mittlerweile insolventen Energiedienstleisters "Care Energy" ein ähnliches Angebot für ein Miet-Modul, damals noch für 5 Euro im Monat. Selbiges wurde in Frank Farenskis "Lebenmitderenergiewende.tv" auch intensiv beworben und bis heute führt Thomas Link, Bürgermeister der Stadt Rehborn in NRW, täglich Protokoll über die Leistungen seines damals angeschafften "Care Cell"-Moduls. Im letzten Jahr etwa erwirtschaftete das Modul mit 196 kWh etwas über 50 Euro, was sich angesichts eines planmäßigen Mietpreises von 60 Euro pro Jahr natürlich nicht rentiert.

Mit dem Miet-Modul von EnerGeno hingegen kommt man mit einem Schätzertrag von 300 kWh und einer Jahresmiete von knapp 40 Euro immerhin auf stolze 50 Euro Ersparnis pro Jahr. Durch die zusätzlichen Liefergebühren von einmalig 50 Euro ist zwar der erste Jahresertrag dahin, aber die lange Lebensdauer und die Flexibilität in der Nutzung rechtfertigen das allemal. Auch der Mindest-Mietzeitraum von einem Jahr ist durchaus verträglich. 

EnerGeno bietet das selbe Modul auch für 400 Euro zum Kauf an und verzichtet dann sogar auf die Liefergebühr. Obwohl das Angebot vom Preis-/Leistungsverhältnis nicht mit aktuellen Spitzenangeboten mithalten kann, hätte es sich mit dem o.g. Schätzertrag bereits nach rund 4,5 Jahren amortisiert. Das Miet-Modul hingegen erwirtschaftet den selben Gegenwert erst nach rund 9 Jahren. Damit ist auch klar, dass sich das Angebot eher an Personen richtet, welche sich noch nicht sicher sind, ob eine Dauernutzung für sie in Frage kommt. Darin gleicht das Angebot wiederum dem "Care Cell". Trotz einiger Schwächen ist es also eine gute Gelegenheit, sich dem Thema Balkonsolar ohne viel Risiko anzunähern.
 

Nichts Gutes von E.ON


Wir hatten in den letzten Wochen und Monaten mehrfach über die Entwicklungen unter dem Konzerndach der E.ON berichtet. Stets ging es darum, dass drei der vier großen Netzbetreiber sich für Stecker-Kraftwerke öffnen wollen, dass der Prozess aber nicht vorankommt. Auch in dieser Woche war das leider nicht anders.

Die E.DIS etwa hatte uns zugesagt, die Anmeldung zu vereinfachen, indem das Anmeldeformular des Schwesterunternehmens Bayernwerk auch auf der E.DIS-Webseite veröffentlicht werden solle. Dies war bereits für vorletzte Woche vorgesehen. Leider hat auch erneutes Nachhaken in dieser Woche nicht dazu geführt, dass der Plan umgesetzt wurde. In den nächsten Tagen versuchen wir erneut, die Veröffentlichung zu bescheunigen.

Bei der Avacon sieht es etwas anders aus. Obwohl dort das entsprechende Formular nach der Vorlage des Bayernwerks ebenfalls noch nicht veröffentlicht ist, liegt das Dokument bereits seit Monaten zumindest intern vor und wird auf Anfrage auch bereits herausgegeben. In dieser Woche haben wir ermitteln können, dass Avacon vor einer eventuellen Veröffentlichung noch innerhalb einer entsprechenden internen Arbeitsgruppe bei E.ON eine Änderung der Vorlage erwirken möchte. Dabei geht es wohl in erster Linie um das Abfragen der Geräte-, sprich Wechselricherleistung statt wie bisher der Modulleistung, was auch den Anforderungen der DIN VDE-AR-N-4105:2018-11 besser entspräche. Zudem würde das de facto einer Erhöhung der installierbaren Modulleistung von 600Wp auf weit über 700Wp entsprechen, denn die meisten Wechselrichter mit 600W Ausgangsleistung vertragen solch eine Überbelegung sehr gut. Die übrigen Änderungsvorschläge seien wohl eher kosmetisch. Ob aber solche Änderungen überhaupt möglich sind, ist fraglich, da etwa das Bayernwerk sich dann entscheiden müsste, ob es der aktuellen und erprobten Vorlage treu bleiben kann, welche unter den bayerischen Netzbetreibern im Dachverband VBEW abgestimmt wurde, oder mit einem abweichenden E.ON-Formular in Widerspruch zu den anderen Netzbetreibern des Freistaats geht.

Die größte Enttäuschung bisher stellt unverändert Schleswig-Holstein Netz dar. Während das Unternehmen vor einigen Monaten noch ein eigenes Formular nach der entsprechenden Vorlage durch seinen Kundenservice an Interessenten herausgeben ließ, wurde wohl zwischenzeitlich wieder davon abgerückt. Uns wurde gar unter Androhung "entsprechender Schritte" untersagt, die Vorlage mit dem SH-Netz-Logo, welche wir wohlgemerkt selbst vom Kundenservice des Unternehmens erhalten hatten, weiter zu "verwenden". Seitdem herrscht trotz wiederholter Anfragen, Anwahlversuche und Rückrufbitten unsererseits Funkstille. Wir arbeiten weiter daran, wieder einen Kommunikationskanal zu öffnen und hoffen zwischenzeitlich, dass die Vorstöße unter dem Dach des BDEW Norddeutschland (wir berichteten) hier ein Umdenken bewirken.

Da die Konzerntöchter der E.ON einen Großteil der Netzgebiete in Deutschland verwalten, ist die Durchsetzung der Balkon-Photovoltaik bei diesen Unternehmen ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Etablierung der kleinen Kraftpakete in der gesamten Republik. Wir berichten daher auch weiterhin engmaschig über diesen Prozess und bemühen uns um eine Beschleunigung.

Du kannst uns dabei unterstützen! Je mehr Registrierungen wir aus den E.ON-Gebieten vorweisen können, desto mehr Legitimation haben unsere Forderungen nach einer schnellen Vereinfachung des Anmeldeprozesses. Wenn du also aus einer der entsprechenden Regionen stammst, dann registriere dich jetzt und unterstütze uns dabei, das Balkonkraftwerk für alle nutzbar zu machen!
 
Jetzt registrieren!

Gib auch deinen Freunden Bescheid: Je mehr wir sind, desto schneller darf bald jeder sein eigener Energeversorger werden!

   bei WhatsApp teilen

auf Facebook teilen auf Facebook teilen
tweeten tweeten
per Mail teilen per Mail teilen

Freigabe in Osthessen


Mit der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH und den Überlandwerken Rhön konnten wir in den letzten Monaten bereits zwei relevante Netzgebiete in Hessen für die Anmeldung von Stecker-Kraftwerken über unseren nutzerfreundlichen Formularservice gewinnen. Seit dieser Woche ist mit dem Osthessennetz noch ein weiteres dazu gekommen. Der Flächennetzbetreiber für die Stadt Fulda und eine große Reihe osthessischer Gemeinden hatte bereits vor einigen Wochen ein eigenes Anmeldeformular veröffentlicht, öffnete sich aber nun auch für Anmeldungen über uns. 

Damit zieht nun auch Osthesennetz an den vier größten Netzbetreibern Hessens, dem E-Netz Südhessen, der OVAG Netz, dem Energienetz Mitte und der Syna, vorbei. Die ersten beiden in dieser Aufzählung bieten bereits "vereinfachte Anmeldeformulare" an, welche aber den Namen bei genauerem Hinsehen nicht verdienen. Das Formular von E-Netz Südhessen verlangt eine Unterzeichnung durch einen eingetragenen Elektriker, das der OVAG ebenso und zudem einen Lageplan und Angaben zum Anschlussnehmer / Hauseigentümer. Alle diese Forderungen widersprechen den aktuellen VDE-Normen. Die letzteren beiden erwähnen die Stecker-Kraftwerke auf ihren Seiten gleich gar nicht, bieten auch keine passenden Anmeldemöglichkeiten an und werfen Erfahrungsberichten zufolge Interessenten auch gleich eine ganze Bandbreite von Stöcke zwischen die Beine.

Wir arbeiten weiter daran, dass auch bei diesen Netzbetreibern der Groschen bald fällt, können dabei aber ebenfalls deine Hilfe gebrauchen! Je mehr Nutzer aus Hessen hinter uns stehen, desto stärker können wir auf eine schnelle Vereinfachung pochen.

Wenn du also in Hessen wohnst und uns dabei helfen möchtest, Stecker-Kraftwerke auch in deinem Bundesland für alle nutzbar zu machen, dann registriere dich jetzt!
 
Jetzt registrieren!

Freiburg bessert beim Förderprogramm nach


Wir hatten bereits vor einigen Wochen über die Missverständlichkeiten beim kommunalen Förderprogramm "Klimafreundlich wohnen" der Stadt Freiburg im Breisgau berichtet. Insbesondere die Zweideutigkeit der Förderbedingungen für Balkonkraftwerke hatte einigen Interessenten Kopfzerbrechen bereitet. Nach der damals aktuellen Formulierung drängte sich der Eindruck auf, dass bestimmte Anbieter der Geräte bei der Förderung bevorzugt und andere gar ausgeschlossen würden, was uns im Newsletter und in den Sozialen Medien beschäftigte. Nachdem uns bereits zugetragen worden war, dass eine Überarbeitung der Formulierungen in Arbeit sei, ist selbige nun wohl in dieser Woche erfolgt. Nach der aktuellen Fassung der Förderbedingungen wird nun zumindest etwas klarer formuliert:

"Bei PVStromerzeugungsgeräten müssen die Wechselrichter den Anforderungen der einschlägigen VDE-Normen entsprechen. Unter anderem [Hervorhebung der Änderung durch Redaktion] die Geräte, die in der Marktübersicht der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie „grün“ gelistet sind halten diese ein."

Damit ist deutlicher, dass nicht nur die bei pvplug.de als grün gelisteten Balkonkraftwerke gefördert werden sondern auch diejenigen anderer Hersteller etwa aus unserem umfassenden Angebots-Ranking, aus der neuen Marktübersicht des pv magazine und darüber hinaus. Warum dennoch weiterhin nicht nur der Verweis sondern sogar ein direkter Link auf die Marktübersicht der DGS in den Förderbedingungen, nicht jedoch auf andere Marktübersichten oder Angebote enthalten ist, bleibt fragwürdig.

Zu einer ehrlich gemeinten Öffnung für Balkonkraftwerke in Freiburg wäre zudem neben einer weiteren Neutralisierung der Förderbedingungen auch eine lange überfällige Vereinfachung des Anmeldeverfahrens beim regionalen Netzbetreiber badenovaAG notwendig. Einige Quellen sprechen davon, dass ein solcher Schritt zeitnah in Planung ist, das bisherige Verhalten des Unternehmens spricht allerdings nicht dafür. Wir werden auch hier die weiteren Entwicklungen beobachten und halten dich auf dem Laufenden.
 

In eigener Sache


Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, die dezentrale, nachhaltige Energieversorgung zu fördern und jedem die Möglichkeit zu geben, sich durch die Erzeugung eigenen Stroms auch privat an der Energiewende zu beteiligen.
Wenn du dieses Ziel teilst, dann teile auch diesen Newsletter mit deinen Freunden, like uns auf Facebook, folge uns auf Twitter, abonniere uns auf Instagram und baue mit am Energiekonzept der Zukunft!
liken
liken
folgen
folgen
abonnieren
abonnieren
Hier können auch deine Freunde den Newsletter abonnieren: https://machdeinenstrom.de/recommends/newsletter-abo/
© 2019 EmpowerSource UG - Mach Deinen Strom!


Maileinstellungen Verändern? Kein Ding!
Aktualisiere Deine Einstellungen oder bestelle den Newsletter ab.



Powered by:
Email Marketing Powered by Mailchimp