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Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 40 2020
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In dieser Ausgabe:

Fördert Rheinland-Pfalz bald Balkonmodule?


14 Millionen Euro sind kein Pappenstiel. Das ist die Summe, die das Land Rheinland-Pfalz nach einer aktuellen Mitteilung aufbringen will, um die bereits erfolgreiche Solar Offensive des Landes weiter nach vorn zu bringen. Nachdem das Programm des Landes bislang bereits 5 Millionen Euro als Fördermittel für Solar-Speicher zur Verfügung stellte und bereits über 3.000 Förderanträge eingingen, soll nun zudem auch die Liste förderwürdiger Projekte erweitert werden. Darunter fallen neben Solarcarports, Wallboxen oder Agro-PV-Vorhaben nun auch erstmals Balkonmodule, wie Ulrike Höfken, die Umwelt- und Energieministerin des Landes, am Mittwoch ankündigte.

Rheinland-Pfalz wäre damit nach Schleswig-Holstein erst das zweite Bundesland, das Balkonkraftwerke aktiv fördert. Wir fordern, dass es nicht das letzte bleibt. Daher haben wir vor Kurzem eine Petition gestartet, um auch die Umweltminister der übrigen Bundesländer aufzufordern, ihre Förderprogramme auf die kleinen Kraftpakete auszudehnen. Bereits über 600 Unterzeichner haben dort gezeigt, dass sie hinter der Balkonstrom-Bewegung stehen. Um wirklich Druck aufzubauen, müssen aber alle mitmachen!

Daher bitten wir dich, dich ebenfalls an der Petition zu beteiligen. Zeig mit deiner Unterschrift, dass das Balkonkraftwerk einen festen Platz in der Energiewelt von morgen hat!
 
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Rückenwind für die dezentrale Energiewende - Avacon


Die Avacon ist eines der größten regionalen Energieversorgungsunternehmen Deutschlands. Dass sie mittlerweile zudem ein ernstzunehmender Partner auch für Balkonkraftwerk-Enthusiasten ist, hebt sie jedoch aus der Masse der übrigen Energieversorger ab, welche der Technologie zum Teil noch immer ablehnend gegenüber stehen. Nicht nur führte etwa die Tochtergesellschaft Avacon Netz als einer der ersten Flächennetzbetreiber schon frühzeitig eine kundenfreundliche Anmeldeabwicklung für die kleinen Kraftpakete ein, im Avacon-Webshop werden mittlerweile sogar Balkonkraftwerke zum Kauf angeboten. Dies entspricht durchaus auch der übrigen Unternehmensphilosophie.

Bei Avacon spielen erneuerbare Energien und das Management der Energiewende bei der Steuerung des mehr als 64.000 Kilometer langen Stromnetzes nämlich gerenell eine große Rolle. So wird etwa in das Avacon-Netz bereits seit Jahren mehr grüner Strom eingespeist, als in diesem Gebiet überhaupt Strom verbraucht wird. Das heißt: Zwar nicht zu jeder Zeit, aber im Jahressaldo wird eine große Menge nachhaltiger Energie aus dem Avacon-Netz in die Nachbarnetze übertragen.
 

Die zunehmende Dezentralität der Energieerzeugung geht Avacon dabei weitsichtig und offensiv an. So wurde etwa bereits im Jahr 2011 in der Nähe von Bremen das „e-Home Energieprojekt 2020“ gestartet, das gemeinsam mit 32 Privathaushalten das Zusammenwirken von dezentraler Erzeugung, Speicherung und Elektromobilität in der Praxis erprobte. Das Ergebnis ist u.a. ein neu entwickelter, günstiger und wartungsarmer regelbarer Ortsnetztransformator (RONT), welcher an der Schnittstelle vom Mittelspannungs- zum lokalen Niederspannungsnetz Spannungsschwankungen durch dezentrale Einspeisungen und starke Verbraucher wie E-Autos ausgleicht. Das sichert die Qualität der Spannungshaltung und spart zugleich Netzausbaukosten.
 

Das Management der stetig wachsenden dezentralen Einspeisung bringt aber auch Herausforderungen mit sich. Um die sich im Tages- und Jahresverlauf verändernden Einspeisemengen an Wind- und Sonnenenergie intelligent zu steuern und auch bei stark schwankender Einspeisung aus erneuerbaren Energien eine verlässliche Energieversorgung im Stromnetz zu gewährleisten, hat Avacon ihre zentrale Netzleitstelle in Salzgitter zu einer der modernsten Einrichtungen ihrer Art in ganz Europa ausgebaut. Von hier aus überwachen und steuern die gut geschulten Mitarbeiter die Energieeinspeisung von beinahe 50.000 Anlagen und den Verbrauch von rund 1,1 Millionen Netzkunden.
 

Bei diesem zunehmenden Fokus auf Nachhaltigkeit und Dezentralität ist es nicht verwunderlich, dass vor einiger Zeit auch das Balkonkraftwerk ins Blickfeld der Avacon gerückt ist. Schon seit 2019 bietet der Energieversorger daher die SOLMATE- und LIGHTMATE-Kraftwerke des österreichischen Startups EET im hauseigenen Shop zum Kauf an. Die zum Teil extrem leichten Module sowie der integrierte Speicher machen die attraktiven Geräte sowohl für den Nutzer als auch für den Netzbetreiber höchst interessant. Die flexiblen und jeweils nur 2,5 kg leichten Module der SOL-/LIGHTMATE B Kraftwerke machen die Montage zum Kinderspiel und der 960 Wh fassende Speicher ermöglicht es, den Sonnenstrom dann zu nutzen, wenn er wirklich gebraucht wird, ob für die Leselampe am Abend oder das Aufladen des E-Rollers über Nacht. Das optimiert nicht nur die Eigenverbrauchsquote der Nutzer, sondern entlastet auch das Stromnetz.
 

Damit liefert Avacon ein gutes Beispiel dafür, dass auch Energieversorger ein lebendiges Interesse daran haben können, Verbraucher in ihrer energetischen Eigenständigkeit zu stärken. Von einer solchen Partnerschaft profitieren letztlich alle Beteiligten. Profitiere jetzt auch du und hol dir eines der attraktiven Balkonkraftwerke von EET! 
 
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Können Balkonkraftwerke das Stromnetz stützen?


Die gesamte Stromversorgung in Deutschland wandelt sich hin zu einem dezentralen System. Dabei dennoch die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, erfordert die Einbeziehung aller Akteure. Im Newsletter der letzten Woche haben wir unsere Leser gefragt, ob sie sich vorstellen können, sich mit ihrem Balkonkraftwerk an dieser Stabilisierung zu beteiligen. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Deutlich über 80% aller Teilnehmer an der Umfrage wären prinzipiell bereit, ihre Balkonkraftwerke gegen eine Entschädigung abzuregeln. So könnten Balkonkraftwerke zu Zeiten drohender Netzüberlastung dazu beitragen, das Netz zu stabilisieren. 

Bereits heute sind nach Schätzungen über 100.000 Stecker-Kraftwerke am Netz. Das entspräche einer Gesamtleistung von 30-50 Megawatt. Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis Ende 2024 eine Million Stecker-Kraftwerke ans Netz zu bringen. Da die Modulleistungen immer höher werden, ist es nicht unrealistisch, dann von einer Gesamtleistung von 0,5 Gigawatt auszugehen. Zum Vergleich: Das virtuelle Speicherkraftwerk, welches der deutsche Speicherhersteller Sonnen 2019 in Kalifornien aufgebaut hat, leistet maximal 0,024 Gigawatt.

Aufgrund dieser ermutigenden Ergebnisse prüfen wir aktuell die Möglichkeiten, den Nutzern von Stecker-Kraftwerken weiterführende Dienstleistungen in dieser Hinsicht anzubieten und halten euch hierzu natürlich auf dem Laufenden.

 

Balkonsolar bei Focus Online


Auch in dieser Woche reißt die aktuelle Serie an Veröffentlichungen zur Balkon-Photovoltaik in reichweitenstarken Medien nicht ab. Diesmal ist es die Online-Redaktion des Focus, welche einen recht leserlichen Artikel zum Thema verfasst hat. 

Zwar zeugen einige Unschärfen (moderne Messeinrichtungen werden mit Smart-Metern verwechselt, der Zweirichtungszähler als optional bezeichnet und es werden veraltete Nutzerzahlen und Ertragsberechnungen verwendet) von der mangelhaften Einarbeitung des Redakteurs in das Thema, an entscheidender Stelle trifft er aber den Nagel auf den Kopf. Es hießt im Artikel "Nach der Niederspannungsanschluss-Verordnung darf nur ein Elektriker am öffentlichen elektrischen Versorgungsnetz arbeiten. Allerdings wird niemand zur Rechenschaft gezogen, wenn man es selbst erledigt." Das gilt beim Austausch von Deckenleuchten ebenso wie beim Anschluss von Balkonmodulen. Das Risiko ist allerdings bei letzteren wesentlich geringer, sofern statt des von vielen Netzbetreibern gewünschten Wieland- ein gewöhnlicher Schuko-Stecker für den Anschluss verwendet wird, da dann nicht mit offenen Kabelenden hantiert werden muss.

Die Pointe spart sich der Artikel aber bis zum Schluss auf. Dort verweist er nämlich mit dem Text "Auch der Verband der Elektrotechnik VDE hilft bei der Anmeldung." auf die Anmeldeformulare nach DIN VDE-AR-N-4105, welche nicht nur von Laien gar nicht ausfüllbar sondern auch in den meisten Regionen für Balkonkraftwerke gar nicht mehr notwendig sind. Das dürfte bei den Lesern des Artikels für einige Verwirrung sorgen. Auch hier gilt also wieder, wie leider schon mehrfach zuvor: Guter Journalismus geht anders.

Um die Qualität der Berichterstattung zu verbessern, haben wir uns für die nächsten Monate das Ziel gesetzt, stärkere Kontakte zu den für das Thema relevanten Redakteuren in den wichtigsten Medien zu knüpfen. Wenn ihr uns dabei unterstützen wollt, dann freuen wir uns auf eure Hinweise. Kennt Ihr Journalisten, die sich mit der Energiewende, Umwelt- und Verbraucherthemen befassen? Dann teilt uns gerne ihre Kontaktdaten mit. Wir setzen uns dann zeitnah mit ihnen in Verbindung, um die Realitäten der Stecker-Photovoltaik in die breite Öffentlichkeit zu tragen und mit der Verunsicherung der Verbraucher aufzuräumen.
 
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Schwabacher Stadträtin wird Balkonstromerin

Foto: Schwabacher Tagblatt
 
Karin Holluba-Rau ist bereits seit beinahe vierzig Jahren im Umweltschutz aktiv. In zwanzig davon leitete sie die BUND Kreisgruppe in ihrer Heimatstadt Schwabach in Franken und bereits seit 1996 ist sie in dieser Gemeinde zudem auch Stadträtin für die Bündnisgrünen. Auch in diesem Jahr wurde sie von den Schwabachern wieder in dieses Amt gewählt. Die Glaubwürdigkeit, welche aus diesem Engagement spricht, verleiht einer aktuellen Meldung aus dem Schwabacher Tagblatt besondere Tragweite: Holluba-Bau ist seit Kurzem die wohl erste Nutzerin eines Balkonkraftwerks in der 40.000 Einwohner zählenden Gemeinde.  

Der Artikel ist insgesamt sehr informatiov. Er spricht offen über die Meldepflichten und hebt auch die Stecker-Problematik hervor. So heißt es etwa, der örtliche Netzbetreiber verlange zwingend eine besondere Energiesteckdose für den Anschluss. Holluba-Rau ist da allerdings pragmatisch: Der Anschluss erfolgt bei ihr, wie bei den meisten Nutzern, über einen Schuko-Stecker. Ihr Sohn, der als Elektriker die nötige Fachkenntnis mitbringt, prüfte aber vorher, ob alles ordnungsgemäß funktioniert. Damit sei der sichere Betrieb gewährleistet.

Dass nicht jeder die bürokratischen Hürden nehmen möchte, welche mit einer größeren Aufdach-PV-Anlage verbunden sind, versteht die Stadträtin. Genau in diesem Fall ist aber das Stecker-Kraftwerk die richtige Alternative. "Wenigstens das können wir tun", meint sie. Dem können wir uns nur anschließen.
 

Besuche uns auf der Bad Saarow Electric


Trotz der Pandemie haben wir - natürlich unter Einhaltung aller Regeln - auch in diesem Jahr bereits einige Messebesuche und Live-Veranstaltungen hinter uns gebracht. Am kommenden Samstag, dem 10. Oktober, möchten wir dich herzlich einladen, uns auf dem für dieses Jahr vorerst letzten geplanten Vor-Ort-Termin auf der BAD SAAROW ELECTRIC zu besuchen. Dieser wird im schönen Bad Saarow in Brandenburg stattfinden und mit der Lage direkt an der Marina des idyllischen Scharmützelsees ein krönender Abschluss unserer Messesaison werden. 

Veranstaltungsort ist der Erich-Weinert-Platz, Einlass wird ab 11:30 gewährt. Als besonderes Schmankerl ist unser Geschäftsführer Christian Ofenheusle ab 12:15 beim "electric Talk" live auf der Bühne zu erleben und steht danach allen Interessenten persönlich an unserem Sonnenbalkon für Fragen zur Verfügung.
Wir freuen uns auf deinen Besuch!
 

In eigener Sache


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