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Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 30 2020
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In dieser Ausgabe:

Anbieter im Fokus: Neue Qualität von Herr Strom


Ein Balkonkraftwerk ist ohne Zweifel eine langfristige Anschaffung. Nicht nur sein ökologischer, sondern auch sein finanzieller Nutzen erhöht sich mit jedem Jahr, in dem es seinen Dienst tut. Werdende Nutzer achten daher bei der Auswahl ihres Geräts zunehmend auf Qualität und Langlebigkeit. Für das innovative Unternehmen Herr Strom aus Süddeutschland ist das eine positive Entwicklung, denn dessen Balkonsolar-Produkte sind durchgängig darauf ausgelegt, den Nutzern lange Freude zu bereiten.

Wir hatten im Februar bereits über das Unternehmen berichtet und damals schon die hochwertigen Komponenten hervorgehoben, die in den Paketen des Anbieters zum Einsatz kommen. Nach den Lieferengpässen, welche in der Corona-Zeit alle Anbieter ereilte, konnte Herr Strom seine Lager nun wieder füllen und ist gut gerüstet für die aktuelle Solar-Saison. 

Auch bei den aktuellen Gerätemodellen setzt der Anbieter dabei auf die hochwertigen und in Deutschland gefertigten Wechselrichter von AE Conversion. Diese werden aufgrund ihrer Robustheit und hohen Verarbeitungsqualität bei allen Anbietern geschätzt. Insbesondere der schlanke INV 315-50 Wechselrichter ist mit seinem schlichten Design zudem ein echter Hingucker.

Aber auch bei den Solarmodulen wählt Herr Strom wie gewohnt das Premium-Segment. Besonders angenehm fallen dabei aktuell ein 325 Wp starkes Modul des deutschen Herstellers „Solar Fabrik“ und das bereits im o.g. Beitrag besprochene bifaziale Modul des Herstellers LG mit soliden 335 Wp auf. Letzteres bringt die Fähigkeit mit, das durch die transparente Rückseitenfolie durchfallende und von Wänden oder Boden reflektierte Licht an der Modulrückseite aufzunehmen. Dadurch werden nicht nur hohe Leistungen sondern auch optisch und funktional anspruchsvolle Lösungen wie etwa halbtransparente Solar-Vordächer möglich.
 



Auf die Montagesets und die Besonderheit einer Hochkant-Aufständerung für den Balkon oder kleinere Terrassen sowie auf das kostenlose Beratungsangebot hatten wir bei diesem Anbieter ebenfalls bereits hingewiesen. Neu hinzugekommen ist hingegen ein besonders schönes Modell aus dem neuen Trend für die Balkonmontage: Ein ultraleichtes Kraftwerk mit einem flexiblen, 300Wp starken und nur 5kg leichten Solarmodul von Sunman. Dieses kann mit bereits vorfixierten Klebestreifen einfach auf eine beliebige Oberfläche aufgebracht und über Ösen zusätzlich gesichert werden.
Mit dieser Lösung beweist Herr Strom einmal mehr ein Gespür für die hohen Ansprüche der qualitätsbewussten Balkonphotovoltaiker. Wer sich zu diesen zählt, für den lohnt sich ein Besuch im gut sortierten Shop des Anbieters.

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Beitrag im Bayerischen Rundfunk


Der Bayerische Rundfunk hatte sich schon mehrfach erfolgreich des Themas BalkonPV angenommen (wir berichteten). Auch in dieser Woche brachte der Sender einen kurzen aber informativen Beitrag zum Thema. Dabei kam neben einem begeisterten Nutzer auch die in München aktive Solarteurin und Balkonkraftwerk-Fachfrau Ciğdem Şanalmiş zu Wort. 

Über die Erfolge der umtriebigen DGS-Funktionärin, welche in Bayern regelmäßig Vorträge zum Thema gibt, hatten wir im letzten Jahr bereits berichtet. Im aktuellen Beitrag gibt sie werdenden Nutzern jede Menge gute Tipps dazu, was vor der Inbetriebnahme zu beachten ist. So weist Şanalmiş u.a. auf die Anmeldepflichten beim Netzbetreiber hin, empfiehlt das gründliche Lesen des Mietvertrags und empfiehlt die Marktübersicht von MachDeinenStrom.de. Zudem trifft Sie mit einem Kernsatz des Beitrags den Nagel auf den Kopf: "Sonnenstrom macht Spaß!"
Dem können wir nur zustimmen.
  
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Haus & Grund weckt schlafende Hunde


Die Balkonphotovoltaik hat noch immer jede Menge Hürden zu nehmen. Die Verschlafenheit der Netzbetreiber bei der Vereinfachung der Anmeldung, die unvollständigen, unklar formulierten und zum Teil widersprüchlichen Normen, die Skepsis gegenüber erneuerbaren Energien im Allgemeinen, um nur einige zu nennen. Da sollte jedem, der auch nur halbwegs in das Thema eindringt, klar sein, dass neue Fronten dem Erfolg der Technologie nicht zuträglich sind. "Haus & Grund", der Zentralverband der deutschen Wohnungswirtschaft, hat diesbezüglich allerdings offenbar keine Hemmungen. In einem Artikel in der Bundesausgabe der gleichnamigen Verbandszeitschrift wurde in diesem Monat ein Artikel zum Thema veröffentlicht, dessen Inhalt in dieser Woche nun auch die Haus & Grund Lokalgruppe Hilden über die Rheinische Post verbreiten ließ. Sein Tenor: Stecker-PV nur von Vermieters Gnaden, lieber aber gar nicht.

Der Inhalt wendet sich in weiten Teilen an Vermieter und weckt dort schlafende Hunde. Jenen wird nämlich u.a. empfohlen, den Mietern "eine Stecker-Photovoltaikanlage nur dann zu erlauben, wenn alle notwendigen Arbeiten dafür von einer Fachfirma erledigt werden und der Mieter eine Haftpflichtversicherung abschließt, die im Zweifel für Schäden aufkommt, die durch die Anlage entstehen können". Welche das sein sollen, und warum solche Anforderungen nicht auch an wesentlich gefährlichere und leistungsstärkere Elektrogeräte wie Wäschetrockner oder Elektrogrills gestellt werden, beantwortet der Artikel nicht. 

Zudem wird suggeriert, dass das Stromnetz der Wohnung z.T. eine "Aufrüstung" benötigen würde, um die Stromeinspeisung verkraften zu können. Auch hier bleibt der Artikel genauere Angaben schuldig. Das kann nicht verwundern, denn es ist Unsinn. Abgesehen von einem eventuellen Austausch der immer seltener werdenden alten Schraubsicherungen mit 16 Ampere gegen solche mit 13 Ampere - welchen die meisten Mieter ebenso selbstverständlich selbst vornehmen wie das Anbringen einer neuen Deckenleuchte - wird auch in Fachkreisen keine Änderung an der Hausinstallation empfohlen. 

Es genügt den Autoren aber nicht, die Vermieter zu verunsichern, auch werdende Nutzer werden gleich mit mehreren Falschauskünften vom stromsparenden Balkonmodul wegberaten. So heißt es, die Einspeisung überproduzierten Stroms ginge mit einem "Standard-Stromzähler" nicht, was technisch natürlich unhaltbar ist. Auch wenn die Bundesnetzagentur, die Netzbetreiber und die Anmeldenorm tatsächlich den Einbau einer modernen Messeinrichtung fordern, ist der noch immer gebräuchliche Ferraris-Drehstromzähler technisch durchaus in der Lage, Strom einzuspeisen. Wo soll selbiger denn sonst auch hin?

Weiter heißt es, der Mieter müsse das Balkonkraftwerk am Tag der Inbetriebnahme bei der Bundesnetzagentur registrieren, um Einspeisevergütung zu erhalten. Dies grenzt an Irreführung. Zunächst wird sich der Aufwand für den Erhalt der Einspeisevergütung (Formularschlacht, steuerl. Klärung, 70%-Regelung etc.) kaum mit der Vergütung der Überschusseinspeisung aus einem 600W-Kraftwerk ausgleichen lassen. Selbst bei einer überaus schlechten Eigenverbrauchsquote von 60% werden aufs Jahr maximal nur etwa 250 kWh eingespeist, was beim aktuellen Vergütungssatz von ca. 9 Cent/kWh knapp über 20 Euro im Jahr an Vergütung bedeuten würde. Zudem bestehen fast alle Netzbetreiber bei der vereinfachten Anmeldung auf einen expliziten Vergütungsverzicht durch den Nutzer. Auch unser Formularservice sieht diesen daher vor.
Und selbst wenn die Einspeisevergütung relevant wäre, schreibt §5 der Marktstammdatenregisterverordnung klar vor, dass alle Einheiten unabhängig von der Vergütung registriert werden müssen. Allerdings nicht am Tag der Inbetriebnahme sondern nach Absatz 5 des selben Paragraphen binnen eines Monats danach. 

Das mögen jeweils nur Kleinigkeiten sein, aber in ihrer Summe legen sie Zeugnis ab über die mangelnde Sorgfalt, mit der Haus & Grund seine Leser "informiert". Es ist ernüchternd, in Zeiten des rapide voranschreitenden Klimawandels und nach Jahren der mühevollen Aufklärungsarbeit durch eine Vielzahl von Vorkämpfern, den Erfolg der praktischen Geräte durch solche journalistischen Schwächen verlangsamt zu sehen. Journalistische Freiheit ist richtig und wichtig, aber sie bedeutet auch Verantwortung für saubere Recherche und Neutralität in der Berichterstattung. Hier hat sich in den letzten Jahren viel getan und es bleibt zu hoffen, dass Rückfälle wie der aktuelle auch weiterhin Seltenheitswert haben.
 

Müssen wir Solar-Guerilleros werden?


Diese provokante Frage stellte in dieser Woche Dr. Reiner Helmuth in einem Artikel, der über die Agentur Pressenza verbreitet wurde. Neben einem Rundumschlag gegen die Verhinderer der Energiewende aus Bürgerhand hält der Autor darin ein flammendes Plädoyer fürs Balkonkraftwerk. Auch wenn die Zahlen dabei nicht immer stimmen und die Kritik am Status Quo in Teilen recht spekulativ ausfällt, spricht Dr. Helmuth damit zehntausenden von Nutzern aus der Seele.

Wir empfehlen die Lektüre des gesamten Artikels, nehmen das Ende aber der Eindrücklichkeit wegen schon einmal vorweg:

"Jeder, der solch eine Anlage installiert und mit jeder Kilowattstunde selbst erzeugten Solarstroms bei einem Kohle- oder anderen konventionellen Kraftwerk die produzierten Mengen CO2 vermindert, leistet einen eigenen Beitrag für eine bessere Zukunft und in der Masse aller mini PV Anlagen werden wir richtig stark sein.

Ist es das nicht wert?"

Wir sagen JA!

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