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Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 46 2019
 
In dieser Ausgabe:
 

Anmeldung bei Schleswig-Holstein Netz wieder möglich?

Immer wieder beschäftigte uns in den letzten Wochen und Monaten der diffuse, widersprüchliche und uneinheitliche Umgang der Netzbetreiber unter dem Konzerndach der E.ON mit dem Thema Balkonsolar. Mit dem Bekanntwerden eines neuen, eigenen Anmeldeformulars, welches die Konzerntochter Schleswig-Holstein Netz offenbar neuerdings an Interessenten herausgibt, wurde das Durcheinander in dieser Woche noch um eine Facette reicher.

Es unterscheidet sich von dem bereits vor einiger Zeit abgeschafften Anmeldedokument des selben Unternehmens in einer Reihe von Punkten. Insbesondere die nun enthaltene suggestive Erwähnung eines Elektroinstallateurs und entsprechende Formularfelder für dessen Kontaktdaten hinterlassen hierbei keinen allzu positiven Eindruck, denn die Inbetriebnahme sollte nach VDE-Richtlinie durch den Nutzer selbst vorgenommen werden können. Ob eine Anmeldung bei Schleswig-Holstein Netz über das Formular auch akzeptiert wird, wenn kein Installateur angegeben wird, konnte vor Redaktionsschluss noch nicht ermittelt werden.

Eine Verbesserung im Vergleich zum nicht mehr gültigen Anmeldedokument ist allerdings, dass nun allgemein nach der Watt-Zahl der Anlage und nicht mehr nach der Wp-Angabe der Modulleistung gefragt wird. Das entspricht nicht nur eher den Anforderungen der VDE-Richtlinien sondern bedeutet auch eine faktische Erhöhung der anschließbaren Leistung um rund 20% (Überbelegungsspielraum einiger Wechselrichter). Auch müssen die Konformitätszertifikate nicht beigefügt, sondern nur deren Vorliegen bestätigt werden. Das i-Tüpfelchen ist aber sicher, dass die Kostenfreiheit für den Austausch des Stromzählers bereits auf dem Anmeldeformular bestätigt wird.

Insgesamt erhöht in unseren Augen die Änderung die Wahrscheinlichkeit, dass auch Anmeldungen über unseren nutzerfreundlichen Online-Formularservice in Schleswig-Holstein bald anerkannt werden. Du kannst uns dabei unterstützen! Je mehr Nutzer aus Schleswig-Holstein sich auf MachDeinenStrom.de registrieren, desto mehr Gewicht haben unsere Forderungen nach einer weiteren Vereinfachung der Anmeldung.

Wenn du uns also dabei helfen willst, in ganz Schleswig-Holstein die Nutzung von Balkonkraftwerken für jedermann einfach zu machen, dann registriere dich einfach bei uns. Sobald wir Erfolgreich waren, erhältst du dafür Zugang zum kostenlosen Formularservice.

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Neuer Artikel in der ZEIT


Auch in dieser Woche gab es wieder Berichterstattung zum Balkonkraftwerk. Die Wochenzeitung "Die Zeit" hat dabei wohl die größte Reichweite erzielt. Für die Verbreitung des Themas ist der dort erschienene Bericht sicher von Vorteil. Über Teile des Inhalts kann man dennoch geteilter Meinung sein.

Dass der Redakteur beispielsweise statt von Solarmodulen vereinzelt von "Sonnenkollektoren" spricht und die "Legalität" in Einzelfällen anzweifelt, obgleich kein Gesetz dem Anschluss der Geräte entgegen steht, sei dahingestellt. Wenn er aber schreibt "Denn das Anschlusskabel darf jetzt einfach in eine normale Steckdose gestöpselt werden – und schon fließt der Ökostrom.", dann kommt das schon einer groben Irreführung der Leser gleich. Faktisch bestehen beinahe alle Netzbetreiber bei Anmeldung auf die Bestätigung, dass eine "Energiesteckdose" verwendet wird. Viele schreiben sogar explizit dazu, dass dies eben keine "normale" Steckdose sei und ein Elektriker diese setzen müsse. Auch wenn von einigen Seiten hier andere und sicher in Teilen auch gerechtfertigte Einschätzungen in Bezug auf die Legitimität von "normalen" Schuko-Steckdosen zu hören sind, ist es doch wichtig, die Verbraucher über die tatsächlichen Gegebenheiten zu informieren.

Im Artikel kommen darüber hinaus sowohl Markus Vietzke von der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) als auch Prof. Volker Quaschning von der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW), einer der Initiatoren von "Scientists for Future", zu Wort. Neben der interessanten Einschätzung von Vietzke, dass sich die Zahl der Balkonkraftwerke in Deutschland in 2019 auf rund 100.000 verdoppelt hat (was sich auch mit unseren Schätzungen deckt), ist es insbesondere ein Satz Prof. Quaschnings im Fazit, der den Leser dieses Artikels mit einem positiven Gefühl zurück lässt:

"Bisher finanzieren Mieter die Vergütung für große Solaranlagen auf Einfamilienhäusern mit, jetzt können sie selber Strom erzeugen." Und zudem mit dem Solarmodul auf dem Balkon "ein Zeichen für den Kampf gegen den Klimawandel" setzen.
 

Günstige Smart-Home Lösung für FRITZ!Box-Besitzer


Wer ein Mini-Solarkraftwerk sein eigen nennt, ist auch immer daran interessiert, dessen Leistung zu messen. Dafür gibt es auch gute Gründe, denn Verschmutzungen oder Schäden werden oft zuerst durch Leistungseinbußen bemerkt. Davon einmal abgesehen, macht es aber auch einfach Spaß, seinem Kraftwerk bei der Arbeit zuzusehen.

Es gibt für das Messen der Erzeugten Energie eine ganze Reihe unterschiedlicher Lösungen. Dass es Besitzer eine FRITZ!Box dabei besonders einfach haben ist auch schon seit längerem bekannt. Die ebenfalls von AVM, dem Hersteller der FRITZ!Box, hergestellten intelligenten Steckdosen "DECT 200" und "DECT 210", welche für 40-50 Euro im Handel erhältlich sind, messen nämlich nicht nur die erzeugte Energie sondern übertragen die Daten auch gleich in die FRITZ!Box, von wo aus sie mit der zugehörigen App ganz einfach ausgelesen werden können.

Diese einfache Lösung ist vor kurzem sogar noch etwas attraktiver geworden. Wie der Smart-Home-Blog Siio.de berichtet, hat der PV-Branchenprimus SMA seine Smart-Home-Steuerungseinheit "Sunny Home Manager" nun durch ein Firmware-Update auch mit den DECT-Steckdosen von AVM kompatibel gemacht. Damit ist es etwa möglich, abhängig von der gerade vorherrschenden PV-Leistung, gezielt Verbraucher an- und abzuschalten oder mit dem gerade nicht im Haushalt verbrauchten Strom einen Akku zu laden.

Damit kommt man verhältnismäßig günstig (der "Smart Home Manager" kostet zwischen 500 und 600 Euro) nicht nur zu einem smarten Zuhause sondern optimiert auch noch den Eigenverbrauchsanteil des selbst erzeugten Stroms aus dem Balkonkraftwerk. Eine vorteilhafte Kombination.
 

Terminvorschau


Auch in den nächsten Wochen stehen bundesweit wieder einige Termine zum Thema Balkonsolar an, welche auch für dich von Interesse sein können:

21.-22. November 2019, Berlin
Auf dem "Forum Neue Energiewelt" in Berlin werden in Vorträgen, Workshops, Panels und anderen Bestandteilen des umfangreichen Tagungsprogramms die Entwicklungen und Eckpfeiler der Energiewelt von morgen vorgestellt. Wir sind vor Ort und gewähren dir über diesen Newsletter und unsere Social Media Kanäle (s.u.) direkten Einblick.

22.-23. November 2019, Frankfurt am Main
Im Rahmen der Messe "Green World Tour" von Autarkia sind wir als Aussteller an der Jahrhunderthalle vor Ort und präsentieren unterschiedliche Balkonkraftwerke sowie praktische Hilfestellungen und Informationen für werdende Energieriesen. Zudem wird auf der Messe-Tombola ein Balkonkraftwerk verlost! Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro (an der Tageskasse 8 Euro). Weitere Details zur Messe findest du hier

6.-7. Dezember 2019, Düsseldorf
Auch hier sind wir auf der "Green World Tour" mit unserem "Solarbalkon" wieder vertreten, diesmal am ERGO IPSUM in der Herzogstr. 89. Der Eintritt liegt wieder bei 6 Euro für Erwachsene (8 an der Tageskasse). Mehr zum Messestandort findest du hier. Noch gibt es letzte Freikarten, die man sich als registrierter MachDeinenStrom.de-Nutzer hier sichern kann.

7. Dezember 2019, Freiburg im Breisgau:
Freiburg hat als eine der ersten Kommunen ein Förderprogramm für Balkonkraftwerke ins Leben gerufen. Am 7.12. findet ab 10:15 in Hörsaal 1199 im Kollegiengebäude 1 der Universität Freiburg ein Forum mit mehreren Vorträgen zum Thema und anschließender Begehung eines Balkonkraftwerks im Stadtteil Rieselfeld statt. Für letzteres ist eine Anmeldung erforderlich, die Teilnahme ist aber kostenlos. Mehr dazu hier.
 

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