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Mini-Solar-News

Aktuelle Informationen und Hintergründe zu
Mini-Solar-Kraftwerken


KW 03 2020
 
In dieser Ausgabe:
 

Übersicht Förderungen und Vergünstigungen


Wir haben in den letzten Monaten immer wieder über neue Förderungen und Vergünstigungen bei der Anschaffung von Balkonkraftwerken berichtet. Nachdem wir nun über verschiedene Kanäle darauf angesprochen wurden, dass es sinnvoll wäre, eine Aufstellung der Förderprogramme zu erstellen, haben wir uns gerne die Mühe gemacht und die bislang noch recht wenigen uns bekannten Programme und Angebote zusammengestellt. Bei der entsprechenden Recherche sind auch einige neue Informationen über bekannte Programme hinzugekommen.

So hat etwa das Förderprogamm in Freiburg, über welches wir bereits mehrfach berichtet hatten, eine weitere Aktualisierung erfahren. Nachdem zunächst zwingend eine Anschlussbestätigung durch einen Elektriker vorgelegt werden sollte, ist nach den aktuellen Förderbedingungen nun nur noch ein Nachweis der Installation einer Energiesteckdose per Foto oder Rechnung einzureichen. Das öffnet zwar die Tür für unerschrockene Nutzer, die lieber über die normale Dose einspeisen möchten und dann ggf. ein beliebiges Foto aus dem Internet als "Beweis" hernehmen, mildert aber auch endlich den Vorwurf etwas ab, dass das Programm eher ein Konjunkturprogramm für die lokalen Elektriker sei. Zudem ist es nun auch möglich, eine evtl. bereits vorhandene Energiesteckdose zu verwenden, wie es bei mobilen PV-Anlagen auch die Logik gebietet.

Zudem hat mit dem bayerischen Herrsching am Ammersee in dieser Woche eine weitere Kommune ein Förderprogramm verabschiedet. Die Förderbedingungen stehen noch nicht vollständig fest und auch wann das Programm starten kann, ist noch unklar. Die Ausarbeitung liegt aktuell bei der Stadtverwaltung. Hans-Jürgen Böckelmann, der zweite Bürgermeister der Gemeinde, wollte sich auf Anfrage nicht auf einen Zeitpunkt festlegen. Eine zuverlässige Quelle aus der Region spricht allerdings von einem mehrmonatigem Zeitraum, den sich die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin ausbedungen haben soll. Angesichts der bereits vielfach andernorts vorliegenden Vorlagen für Förderbedingungen und -anträge ist diese Verzögerung jedoch fragwürdig. Wir haben bereits um Kontaktaufnahme gebeten und stehen der Stadtverwaltung von Herrsching gerne unterstützend zur Seite.

Zugriff auf unsere neue Übersicht der Förderprogramme und Vergünstigungen finden unsere registrierten Nutzer ab heute über diesen Blog-Beitrag:
 
Gibt es Förderungen oder Vergünstigungen beim Balkonkraftwerk?
Du hast Bekannte, die auch über die Anschaffung eines Stecker-Kraftwerks nachdenken? Gib Ihnen Bescheid, dass sie hier ggf. sparen können!

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Unsinn beim Hessischen Rundfunk?


Wir hatten mit den Hessischen Medien im letzten Jahr bereits gute Erfahrungen machen dürfen, als ein Kamerateam der Hessenschau uns auf der Autarkia Green Word Tour in Frankfurt besuchte. Das Ergebnis kannst du dir hier noch einmal ansehen (ab Minute 3:15).

Als wir nun in dieser Woche erfahren haben, dass der Sender in seiner landespolitischen Investigativsendung "defacto" das Thema erneut in einem Beitag aufgreifen möchte, waren wir entsprechend erfreut. Das Exposé auf den Seiten der Hessenschau kühlte die Euphorie aber leider schnell wieder ab, denn es strotzte leider vor Fehlern.

So heißt es dort etwa,"Steckermodule für den Balkon, auch Plug-In-PV-Anlagen genannt, können je nach Größe bis zu 500 Watt Strom produzieren". Tatsächlich sind es natürlich 600 Watt, was man den technischen DIN Normen VDE-V-0100-551-1 und der VDE-AR-N-4105:2018-11 5.5.3 entnehmen kann. 

Weiter wird behauptet, "Seit über einem Jahr kann jeder die Stecker-Solarmodule ohne Genehmigung und Anträge nutzen. Sie müssen nur beim jeweiligen Energieversorger formlos angemeldet werden.", was ebenfalls nicht stimmt. Die Geräte sind nicht beim Energieversorger sondern beim Netzbetreiber anzumelden und zwar nicht formlos sondern nach dessen Vorgaben. Das bedeutet entweder, dass die Standard-Formulare der o.g. AR-N-4105 einzureichen oder jeweils eigene Dokumente des Netzbetreibers zu verwenden sind. Nachzulesen ist das etwa in § 19 Abs. 2 NAV.
Zudem besteht auch die Bundesnetzagentur auf einer Registrierung der Kleinkraftwerke im Marktstammdatenregister und droht bei Nichterfüllung mit abstrus hohen Strafen. (Beides lösen wir übrigens in kooperierenden Netzgebieten nutzerfreundlich mit unserem Online-Formularservice). Hierzu findet der Artikel leider keine Worte.

Zuletzt hat sich das Redaktionsteam dann wohl noch bei einem Dutzend hessischer Kommunen nach dem Umgang mit den Kleinkaftwerken erkundigt. Angesichts der Tatsache, dass kaum ein Nutzer von sich aus gerade die Gemeindeverwaltung um Erlaubnis bitten würde, ein Balkonkraftwerk zu installieren, fiel das Ergebnis erwartungsgemäß mager aus: Die meisten Kommunen befassen sich bisher nicht mit dem Thema. Lediglich die Klimanotstands-Stadt Wiesbaden konnte auf ihr Förderprogramm verweisen, welches immerhin zu den großzügigsten der Republik gehört.
Eine Anfrage bei tatsächlich halbwegs informierten Akteuren wie den hessischen Netzbetreibern, die in Bezug auf die Anmeldung zum Teil bereits mit MachDeinenStrom.de kooperieren, der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie oder etwa uns, die wir durch den regelmäßigen Austausch mit den Anbietern einen ganz guten Einblick in die Absatzmengen haben, scheint es nicht gegeben zu haben.

Wir haben bereits Kontakt zur Redaktion aufgenommen und die fehlerhaften Aspekte klargestellt. Man kann daher darauf hoffen, dass sich der TV-Beitrag, welcher heute (20.01.) um 20:15 im Hessischen Rundfunk ausgestrahlt wird, diese Blößen nicht mehr gibt. 
 

Termine, Termine


Für den restlichen Monat Januar stehen noch einige Termine an, die das Balkonkraftwerk direkt oder indirekt betreffen. 

So werden wir wie letzte Woche angekündigt am 25. Januar in Berlin in Zusammenarbeit mit den ParentsForFuture Berlin auf dem Vision for Climate Summit ein Balkonsolar-Projekt skizzieren, das hoffentlich guten Anklang bei den aus dem ganzen Bundesgebiet und z.T. sogar aus dem europäischen Ausland zu der Veranstaltung anreisenden Delegierten findet. Noch sind wohl Plätze verfügbar. Die Teilnahme kostet 50 Euro und ist Aktivisten vorbehalten.

Am 28. Januar werden wir in Frankfurt am Main an der nächsten Sitzung des VDE/DKE-Arbeitskreises für die neue Produktnorm für Stecker-Kraftwerke teilnehmen. Beim letzten Treffen im September konnten wir mit dazu beitragen, dass das Ergebnis ein gutes Stück nutzerfreundlicher ausfallen wird und der Markt dennoch bunt bleibt. Das wollen wir auch diesmal beibehalten.

Bereits Tags darauf, am 29. Januar, beginnt in Berlin die Tagung "Zukünftige Stromnetze", die wir bereits im letzten Jahr begleitet hatten und von der wir spannende Neuentwicklungen bei der dezentralen Energieerzeugung berichten werden. Diesmal ist etwa mit Prof. Dr. Eberhard Waffenschmidt das Genie hinter der autarken Gemeinde Bordesholm dabei und berichtet von diesem Projekt. Zudem wird Dr. Sebastian Gölz vom Fraunhofer ISE am Beispiel Freiburgs erstmals auf dieser Tagung einen Vortrag ausschließlich zum Thema Stecker-Solar halten. Leider ist der Eintritt mit Preisen ab knapp 700 Euro extrem teuer, aber wir ersparen dir selbigen gerne:
Wir werden nämlich auch diesmal wieder jede Menge Fotos und weitere Inhalte auf unseren Accounts bei Facebook, Twitter und Instagram posten. Wenn du also bei dem Thema auf dem Laufenden bleiben willst, dann like, folge und abonniere uns einfach!
 
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