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Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

 

der 1. Mai 2020 wird nicht so ablaufen wie in den letzten Jahren. Die Covid-19 Pandemie hat nicht nur Folgen für die Gesundheit, das Miteinander und die Wirtschaft, sondern trifft auch Traditionen. Mit dem Feiertag verbinden viele das Aufstellen von verzierten Maibäumen oder das am Vorabend stattfindende Maifeuer. Es geht dabei um Gemeinschaft, Zusammenhalt und Pflege der Kultur - sozusagen um den Erhalt der Normalität.

Was aber bedeutet heute Nor­ma­li­tät? Viele sprechen davon, dass Deutsch­land bis ins nächs­te Jahr mit ei­ner neu­en Nor­ma­li­tät le­ben muss. Da die Normalität in Corona-Zeiten ja keine ist, hat sie zur besseren Unterscheidung den Zusatz "neu" bekommen. Neue Nor­ma­li­tät - ein Syn­onym für un­ser All­tags­le­ben mit dem Virus und den damit verbundenen Einschränkungen. Und dazu haben wir in der vergangenen Sitzungswoche wieder wichtige Beschlüsse gefasst, um unser Land bestmöglich durch die Corona-Krise zu führen. Mehr dazu und über die aktuelle Rolle der Bundeswehr - als starker Partner in der Versorgung des Freistaates mit Desinfektionsmitteln - oder über die Verantwortung Deutschlands im krisengebeutelten Europa können Sie in dieser Ausgabe erfahren.

Aber kommen wir zurück zum 1. Mai – mögen die Traditionen und deren Pflege dieses Jahr nur bedingt stattfinden, so werden auch wieder Zeiten kommen, in denen wir gemeinsam an Bayerns Brauchtümern teilhaben werden und die Normalität wieder Normalität sein wird.


Viel Freude beim Lesen und bleiben Sie und Ihre Familien gesund.

Ihr Michael Kießling, MdB

Hinweis: Auch mein Team und mich stellt die Corona-Krise vor Herausforderungen. Derzeit arbeiten wir alle im Homeoffice. Wir sind aber weiterhin wie gewohnt für Sie per Telefon und per E-Mail erreichbar.
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Die Bundeswehr: ein starker Partner in schwierigen Zeiten

Die Bundeswehr leistet in dieser Zeit eine hervorragende Arbeit bei der Bewältigung der Covid-19 Pandemie. Um auch persönlich einen Beitrag zu leisten und die Kameradinnen und Kameraden der Bundeswehr zu unterstützen, habe ich meine Bereitschaft zu einem freiwilligen Reservedienst im Sanitätsdienst der Bundeswehr erklärt.

Im Rahmen meiner Einkleidung als Reservist hatte ich die Möglichkeit ein Gespräch mit der Generalstabsärztin Frau Dr. Krüger, Kommandeurin der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München, zu führen. Dabei wurde deutlich, dass in der Corona-Krise die Bundeswehr ein starker und zuverlässiger Partner ist. Ein Beispiel ist die Herstellung von Desinfektionsmitteln auf dem Universitätsgelände der Bundeswehr in Neubiberg, die auf einen Antrag Bayerns zurückzuführen ist. Soldatinnen und Soldaten des ABC-Kommandos aus Bruchsal, Baden-Württemberg, sowie der ABC-Schule Sonthofen haben daraufhin eine mobile Produktionsstätte aufgebaut, die bis zu 6.000 Liter pro Stunde herstellen kann. Dadurch können wir eine großflächige Versorgung von bayerischen Behörden und Gesundheitseinrichtungen gewährleisten. Danke für dieses Engagement!

Wir wollen Gastronomie und Hotellerie weiter unterstützen
Die mit der Bewältigung der Covid-19 Pandemie verbundenen Maßnahmen haben einschneidende Auswirkungen auf fast alle Lebensbereiche in unserem Land. Ganz besonders sind die Gastronomen und Hoteliers unter diesen Einschränkungen betroffen. Dieser Wirtschaftszweig liegt uns als CSU im Bundestag besonders am Herzen: Gastronomie und Hotellerie gehören zu unserer Kultur und lassen uns neue Kulturen entdecken. Sie bringen Menschen zusammen und versprühen Lebensfreude.

Wir wollen der Gastronomie helfen und unterstützen. Als ersten Schritt konnten wir die Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf einheitlich 7 Prozent durchsetzen. Dies ist uns durch unsere Kampagne zur Senkung der Mehrwertsteuer und intensive Verhandlungen im Koalitionsausschuss am 22. April gelungen. Die Regelung gilt befristet ab dem 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021. Unser Bayerischer Ministerpräsident Markus Söder fasste die Verhandlungen zusammen: „Es war ein dickes Brett zu bohren und es gab einige harte Brocken“. Ich hätte mir eine längere Entlastung der Gastronomie und Hotellerie gewünscht – trotzdem bin ich vorerst mit dem Kompromiss der Entlastung für ein Jahr zufrieden. Die CSU im Bundestag wird sich weiter dafür einsetzen, dass die Senkung dauerhaft so bleibt.

Die Senkung der Mehrwertsteuer dient dazu, die Gastronomie, bei Wiederaufnahme des Betriebs, anzukurbeln. Klar ist daher auch, dass wir – zusätzlich zu den bestehenden Hilfsmaßnahmen– einen eigenen Schutzschirm für die Gastronomie und Hotellerie aufspannen müssen. Ich führe derzeit viele Gespräche mit Gastronomen und bin überzeugt, dass wir umfassendere Lösungen speziell für diese Branche benötigen. Wir bleiben weiter dran, um bald schon wieder bei einem leckeren Essen im Lieblingslokal zusammensitzen zu können.

Darüber hinaus kann jetzt schon jeder mithelfen und unsere Gastronomie unterstützen. Machen Sie mit und nutzen Sie die Angebote Ihrer Lieblingslokale vor Ort. Mehr Informationen finden Sie auf der Online-Plattform:
www.lokal-helden.bayern

Europäische Verantwortung: Sind Eurobonds die Lösung?

Die Corona-Krise hat gravierende wirtschaftliche Folgen. Nicht alle EU-Mitgliedsstaaten sind in gleicher Weise gewappnet und von der Pandemie betroffen. In diesem Zusammenhang wurde in den letzten Wochen die Einführung von sog. Euro-Bonds diskutiert. Um was es genau geht und welche Kritik wir als CDU/CSU-Fraktion daran üben, können Sie hier nachlesen. 

Zahlen & Fakten | Coronavirus

- Wirtschaft -
  • Bei der KfW-Bank sind 15.150 Anträge eingegangen. Davon wurden 98 Prozent bewilligt.
  • Die KfW-Bank hat Kredite und Hilfen in Höhe von 9,3 Milliarden Euro bewilligt.
  • 1,7 Millionen Anträge auf Soforthilfen haben Kleinstunternehmer und Selbständige gestellt. Bewilligt wurden Zuschüsse in Höhe von über 9 Milliarden Euro.
  • 718.000 Betriebe haben Kurzarbeit angezeigt.
Stand 22. April 2020
 
- Gesundheit -
  • Höchststand der Neuinfektionen wurde am 2. April mit 6.536 Fällen pro Tag erreicht.  
  • Am 22. April 2020 lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 2.237 Fällen.
  • Die Zahl der durchgeführten Tests pro Woche hat sich vom 9. März bis 20. April von etwa 125.000 auf bis zu 400.000 mehr als verdreifacht. Das heißt: Mehr Menschen in Deutschland können bei Verdacht getestet werden. 
  • 57 Prozent der gemeldeten Intensivbetten (ca. 33.500 Betten) sind derzeit belegt. In keinem Bundesland liegt die Auslastung der gemeldeten Intensivbetten zurzeit über 70 Prozent.
  • Es wurden etwa 108 Millionen Schutzmasken und 50 Millionen Handschuhe gekauft, die vor allem an Krankenhäuser und Ärzte verteilt werden.
  • In den vergangenen Wochen wurden über 200 Patienten aus Italien, Frankreich und Spanien zur Behandlung in deutsche Kliniken gebracht.
Stand 22. April 2020

Weitere Hilfsmaßnahmen für Gesellschaft & Wirtschaft

In der vergangenen Woche hat die Große Koalition neue milliardenschwere Hilfen für Arbeitnehmer, Unternehmen und Schulen beschlossen, um die massiven wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise abzumildern. 

1. Steuervorteile für Unternehmen
Klare Botschaft: Wir wollen die Liquidität im Mittelstand erhalten und erhöhen. Deshalb sollen kleine und mittlere Unternehmen in der Krise besonders geschützt und ihre Liquidität gesichert werden – auch durch steuerliche Maßnahmen. Wer bereits für das Jahr 2019 steuerliche Vorauszahlungen geleistet hat, kann davon zukünftig Geld zurückbekommen, indem ein Teil der Gewinne aus 2019 pauschal als Verlustvortrag aus 2020 geltend gemacht und von den Vorauszahlungen abgezogen werden kann.

2. Erhöhtes Kurzarbeitergeld
Ein weiterer Baustein zu Sicherung der Unternehmen und Arbeitsplätze ist das Kurzarbeitergeld, welches nun erhöht werden soll. Wer länger in Kurzarbeit gehen muss und maximal 50 Prozent arbeiten kann, bekommt künftig 70 Prozent Kurzarbeitergeld vom Staat (mit Kind 77 Prozent), ab dem 7. Monat sind es sogar 80 Prozent (mit Kind 87 Prozent). Damit ist sichergestellt, dass betroffene Arbeitnehmer bei einer längeren Dauer einen höheren Satz erhalten. Diese Regelungen gelten bis zum 31. Dezember 2020. Dazu besteht ab dem 1. Mai bis Ende des Jahres für alle Berufe eine Hinzuverdienstmöglichkeit ohne Abzüge, solange man insgesamt nicht mehr verdient als mit seinem bisherigen regulären Nettoeinkommen. Hinweis: Bisher galt das nur für Beschäftigungen in systemrelevanten Bereichen, wie dem Lebensmittelhandel oder Landwirtschaft.

3. Digitalisierungsoffensive für Schulen 
Des Weiteren hat der Koalitionsausschuss mit einem Unterstützungspaket in Höhe von 500 Millionen Euro eine Digitalisierungsoffensive für die Schulen beschlossen. Digitales Lernen in den eigenen vier Wänden ist gerade jetzt in der Corona-Krise enorm wichtig. Und um allen den digitalen Unterricht zu Hause zu ermöglichen, sollen bedürftige Schüler einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung entsprechender Geräte erhalten. Damit Homeschooling aber auch funktioniert, brauchen nicht nur die Schüler, sondern auch die Schulen die richtige Ausstattung. Deshalb wird die Ausstattung der Schulen ebenfalls gefördert, die für die Erstellung professioneller Online-Lehrangebote erforderlich ist.

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