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Popkultur. Feminismus. Pommes.

14-tägiger Newsletter • von Marla Stromponsky • 24. Juni 2019

Hallo<<Vorname>>,

die Hitzewelle ist im Anzug und ich schwitze jetzt schon. Mein Kreislauf wurde nicht für hohe Temperaturen konstruiert, deswegen denke ich insgeheim bereits über ein Volksbegehren namens "Klimaanlagen für deutsche Büros" nach. Mein Ventilator hat nämlich höchstens einen Placebo-Effekt. Apropos Arbeit: Ich hatte euch ja gefragt, wie ihr arbeitet und einige haben auch geantwortet. Vielen Dank an euch! Ich werde die Antworten hier nach und nach teilen. Ich persönlich fand spannend, dass sich abzeichnet, dass wir anscheinend alle unter den selben Dingen leiden: Großraumbüros, unflexible Strukturen und Stress. Schön, wenn man nicht alleine ist!

Links, Links, Links

  • Leonardo di Caprio wird älter, seine Freundinnen dagegen bleiben für immer Anfang 20 und dieser Artikel hat einiges dazu zu sagen: "Aber welches Licht bitte wirft es auf einen erwachsenen Mann wie Leonardo DiCaprio, dass er noch nie mit einer Frau liiert war, die älter war als 25?"
  • Gefühlt jede Influencerin auf Instagram renoviert ein altes Haus, damit es danach aussieht, wie die renovierten Häuser aller anderen Influencerinnen. Aber: "Take a moment to consider this simple idea: There is nothing wrong with your house."
  • Wes Andersons "Hotel Budapest" wurde zu großen Teilen in einem alten Kaufhaus in Görlitz nachgebaut. Dieser Blick hinter die Kulissen zeigt, welcher Aufwand und wie viel Liebe zum Detail dahinter stecken.
  • Nick Cave ist die Kummertante, von der wir nicht wussten, dass wir sie brauchen. Seine Ratschläge sind großartig und treffen mitten ins Herz: "At its best, it exists because there were people who had the courage to follow through on an idea – who resisted the inner voice that said, “You are worthless. Why bother?”"
  • Der Markt für vegane pflanzliche Burger wie der von Beyond Meat boomt. Doch wer macht hier eigentlich Geschäfte mit wem?
  • Um den Serienmörder Jack the Ripper ranken sich viele Geschichten und über die Jahrhunderte wurden seine Morde Projektionsfläche für einige Verschwörungstheorien. Aber was, wenn es gar keinen Jack the Ripper gab - sondern es sich um eine Jill the Ripper handelte?

Podcasts, Podcasts, Podcasts

 "To Live and Die in LA", erzählt vom Rolling Stone Journalisten Neil Strauss, dreht sich um das Verschwinden der jungen Schauspielerin Adea Shabani. Zusammen mit einem Privatdetektiv versucht Strauss Adea zu finden und interviewt Freunde, Eltern und Partner, während sich der Fall in Echtzeit entfaltet. Es würde mich sehr interessieren, was ihr über den Podcast denkt, ich habe nämlich einige Fragen zu Strauss Vorgehen.
Über den Kult NXIVM habt ihr vielleicht schon etwas gelesen: Nach aussen hin wird mit Kursen und Coaching zur Lebensberatung und Selbsthilfe geworben. Das war aber anscheinend nur Fassade für einen "Sex-Kult", in den Millionäre, Schauspielerinnen und selbsternannte Gurus verwickelt sind und Frauen gebrandmarkt und gehirngewaschen wurden. Der investigative Podcast "Escaping NXIVM" rollt den Fall auf und ich bin schon sehr gespannt aufs Anhören.

 
Im diesem Newsletter hatte ich euch gefragt: Wollt ihr mehr darüber wissen, wie andere arbeiten? Und die Reaktion war ein einheitliches "YAY"! Einige haben den Fragebogen bereits ausgefüllt und ich möchte die Antworten nach und nach mit euch teilen. Ihr könnt übrigens auch selbst teilnehmen, den gesamten Fragebogen gibt es hier.
Wo wohnst Du? London
Was ist dein Jobtitel? Producer
Wie zufrieden bist du in deinem Job?
  X X X X X
  - - X - -
Bist Du angestellt, selbstständig, verbeamtet oder oder oder? Selbständig
Wie viel verdienst Du? verschieden, ungefähr £35000 im Jahr (vor Steuern und student loan also ungefähr noch -25%)
Lebenshaltungskosten Miete+Nebenkosten+Telefon+Streaming+Öffentlicher Verkehr+Gym+Balletunterricht+Essen+Kosmetik = £1200
Wie gut kommst Du mit deinem Gehalt über die Runden? wenn ich im jahr mindestens 35 wochen arbeite, dann ganz gut (ich spare zwischen £600 und £1000 im Monat, je nachdem wieviel ich verdient habe, wenn ich keine arbeit habe muss ich aber auch manchmal vom ersparten leben), allerdings wohne ich auch in einer "nicht schönen Wohnung" fahre dafür aber auch circa 4 Wochen im Jahr in den urlaub...
Wie viele Stunden arbeitest Du pro Woche? wenn ich arbeite dann auf jeden fall 40 + 10-20 für überstunden und persönliche Projekte
Bietet dein Arbeitgeber dir Benefits? nein (selbständig) allerdings ist Gesundheitsversorgung hier kostenlos (ausser Zahnarzt und Optiker)
Wie werden deine Arbeitszeiten erfasst? ich erfasse in meinem Kopf :-)
Ist dein Job stressig?
  X X X X X
  - - X - -
Wie würdest du dein Arbeitsumfeld beschreiben? kommt auf die firma drauf an, momentan, klassische creative agency (viele junge Leute, ping pong, alkohol am freitag etc.), ich finde das umfeld super stressig, ich würde viel lieber von zu Hause arbeiten. Wenn ich nicht im Büro oder zu Hause bin, bin ich beim Dreh was stressig ist (vom Umfeld) aber sehr abwechlungsreich (und das essen ist meistens gut)
Zeit für deine Geschichte! Puh, ich bin bei meiner jetztigen Firma seit einem Jahr, am Freitag ist mein letzter Tag. Das war der längste Vertrag den ich je hatte und ich bin froh dass es vorbei ist :-) zwar verstehe ich mich ganz gut mit meinen Kollegen (in meinem team sind fast nur Frauen was cool ist) aber das Büro ist super stressig (laute musik, viel gerede) und mir wird langsam langweilig. Nach fast 10 Jahren in der voll-zeit arbeitswelt (ich habe mit 15 angefangen zu kellnern arbeite aber erst seit 24 vollzeit) habe ich fest gestellt dass ich arbeiten an sich nicht so geil finde (egal welcher job, ich hatte schon viele verschiedene) aber die selbständigkeit finde ich super gut (21 urlaubstage ist einfach lächerlich und es ist viel leichter für mich mich für ein bestimmtes projekt zu motivieren als für die Firma an sich). Wenn es nach mir ginge würde ich vollzeit schreiben (von zu hause!) da ich die arbeit mit so vielen menschen super anstrengend finde. Allerdings will ich auch geld :-) beides scheint nicht so richtig zu klappen...
Was ist dir bei einem Job wichtig? Freiheit, ich will meine eigene Zeit und meinen eigenen Arbeitsort wählen, ich habe festgestellt dass trozt selbstständigkeit einige Firmen darauf bestehen dass man jeden morgen um 9 im Büro antanzt was ich super dämlich finde (have you heard of this thing called email?)
Gibt es noch etwas, das du loswerden möchtest? nur dass ich feststelle dass nicht mehr auf deutsch schreiben kann, sorry :-) 
 
Und vielleicht das ich die diskussion über work-life balance etwas rückständig finde, wir sollten uns, meiner meinung nach, viel mehr darauf konzentrieren arbeit flexibler zu machen. Der Fokus sollte nicht sein wieviele stunden jeder arbeitet sondern darauf dass man sich seine arbeit selbst gestalten sollte (wenn die arbeit getan ist ist doch egal von wo und wann, manchmal habe ich wochen in denen ich 70 stunden arbeiten muss, manchmal aber nur 10, solange ich mir das selbst organisieren kann und nicht sinnlos im Büro sitze, ist mir alles recht) 
 
   

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