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Liebe Fahrradfreund*innen in Lichtenberg,
 

hiermit melden wir uns aus der Sommerpause zurück. Wir waren in den letzten 2 Monaten nicht untätig und haben uns mit verschiedenen Themen beschäftigt, die wir euch heute vorstellen möchten.

Dabei geht es zum Beispiel um die Idee eines Superblocks, die Eckhard für den Kaskelkiez entwickelt hat. Klaas stellt unsere Ideen für einen Umbau des Nöldnerplatzes vor. Weiterhin berichten wir zum Mobilitätsgesetz, der Schlichtallee und aus dem letzten FahrRat.

Das Gesamtberliner Radverkehrsnetz wächst!


Mit dem Inkrafttreten des Mobilitätsgesetzes am 18. Juli 2018 hat der Berliner Senat sich verpflichtet, innerhalb eines Jahres die Planung eines zeitgemäßen Gesamtberliner Radroutennetzes vorzulegen.

Damit dabei auch die geballte Erfahrung der Berliner Radfahrer*innen berücksichtigt wird, haben Changing Cities e.V. (ehemals Volksentscheid Fahrrad), ADFC Berlin und die Netzwerke der fahrradfreundlichen Berliner Bezirke zusammen mit VCD, BUND und weiteren Interessengruppen schon vorab eine detaillierte Radroutenplanung als Vorlage erarbeitet. Diese wird in den kommenden Monaten etappenweise veröffentlicht.

Den Auftakt macht Anfang Oktober die Präsentation der bezirksübergreifenden Rad-Vorrang-Routen, sozusagen der Fahrrad-Hauptstraßen durch die Stadt. Zusammen mit den zu errichtenden und zu modernisierenden Radwegen an den Kfz-Hauptstraßen und den in Summe circa 100 Kilometer langen Radschnellverbindungen spannt sich damit ein umfassendes Radnetz über die Stadt.

In den kommenden Monaten werden dann auch noch die sehr detaillierten Bezirks-Radrouten sowie Vorschläge zu autofreien Magistralen oder verkehrsberuhigten Superblocks vorgestellt. Damit werden weitreichende Möglichkeiten für sicheren und komfortablen Radverkehr innerhalb der Bezirke aufgezeigt.

Wer Lust hat noch eigene Ideen und Erfahrungen für Lichtenberg und Berlin einzubringen, ist herzlich willkommen bei unseren monatlichen Netzwerktreffen!

Pilotprojekt 'Superblock Kaskelkiez'

 

Schier endlose Autoschlangen und teils rücksichtslose Autofahrer*innen, die unter anderem den Schul- und Kitaweg der Kinder gefährden. Damit sich diese leidvolle Situation verbessert, schlagen wir im Sinne einer nachhaltigen Strategie aus Verkehrsvermeidung, Verkehrsverlagerung und verträglicher Verkehrsgestaltung die Einrichtung sogenannter Superblocks in Wohnquartieren vor, die z.B. in Barcelona schon realisiert sind (leider nur auf Englisch). 

In diesen Superblocks haben Fuß- und Radverkehr Vorrang vor dem Kfz-Verkehr, wobei der Kfz-Verkehr auf Spielstraßen geführt wird und nur noch zur Erschließung, aber nicht mehr zu Querung des Superblocks zugelassen ist.

Als Pilotprojekt regen wir die Einrichtung eines solchen Superblocks im Kaskelkiez (Victoriastadt) an. Dazu sollen sowohl Kaskel- und Türrschmidtstraße als auch die nördliche Pfarrstraße für den Kfz-Durchgangsverkehr geschlossen werden. So ist es nur noch den Fußgänger*innen und Radfahrer*innen möglich, das Wohnquartier zu durchqueren.



Weiterführende Maßnahmen zur verträglichen Gestaltung des dadurch auf den umliegenden Hauptstraßen ansteigenden Kfz-Verkehrsaufkommens haben wir auf unserer Homepage dargestellt.

Wir werden die Idee in den kommenden Monaten weiter entwickeln und laden alle Interessierten herzlich ein, ihre konstruktiven Ideen und Anregungen einzubringen.

Aktueller Stand 'PBL Siegfriedstraße'


Die BVV-Anträge zum Thema werden weiterhin jeden Monat im Ausschuss für Öffentliche Ordnung, Verkehr und Bürgerdienste aufgerufen – und dann vertagt. Bezirksstadtrat Nünthel will nun aber jemanden von der Senatsverwaltung einladen, um das Projekt im Ausschuss vorzustellen (darauf wartete man bisher, aber niemand hatte die Senatsverwaltung eingeladen).



Auch ein Termin für die Bürgerveranstaltung steht noch nicht fest. Wir sind allerdings in Gesprächen mit Bezirks- und Senatsseite um schnell zu einer Lösung zu kommen. Sobald es etwas Neues gibt, werden wir wieder berichten.

FahrRat Radtour

Am 17. September traf sich der Lichtenberger FahrRat zu seiner alljährlichen Radtour.

(Der FahrRat ist ein Gremium für interessierte Bürger*innen, Initiativen, Verwaltung und Politik, das Bezirksamt und Bezirksverordnetenversammlung Lichtenbergs in Fragen des Radverkehrs im Bezirk berät.)

Diesmal waren dabei: Bezirksstadtrat Nünthel, der Leiter des Straßen- und Grünflächenamts, ein zuständiger Verkehrsplaner, Polizei, Bezirksverordnete, ADFC, Vertreter*innen unseres Netzwerks sowie interessierte Bürger*innen.

Auf unseren Vorschlag hin führte die Route durch die Ortsteile Lichtenberg und Rummelsburg. Nach dem Start an der Siegfriedstraße gab es den ersten Stopp in der Frankfurter Allee. Hier wiesen wir darauf hin, dass stadtauswärts die Qualität des Hochbord-Radweges äußerst schlecht ist, wahrend gleichzeitig auf den Nebenflächen der Straße genug Platz für die Anlage eines geschützten Radweges wäre.

Danach begutachteten wir die schwierige Situation auf der Lichtenberger Brücke. Wer hier stadtauswärts mit dem Rad fährt, muss zunächst die Busspur nutzen, kann anschließend auf einigen Metern Radstreifen fahren, der dann aber unvermittelt endet, und findet sich plötzlich auf der Rechtsabbiegerspur wieder. Extrem gefährlich für Radfahrende und stressig für alle Beteiligten!

Auf dem Weg zum Bahnhof Lichtenberg endet der Radweg der Einbecker Straße unvermittelt vor der Kreuzung und Radfahrende müssen sich in den Fließverkehr einordnen. Eine weitere gefährliche Stelle!

Über die Weitlingstraße und die Lückstraße, die sehr schmal ist und auf der Radwege in diesem Abschnitt gänzlich fehlen, haben wir dann die Tour am Nöldnerplatz beendet. In der engagierten Diskussion kamen einige der Punkte zur Sprache, die uns schon lange beschäftigen.

Es tut sich was an der Schlichtallee


So engagieren wir uns seit einigen Monaten auch für die zügige Umsetzung von Sofortmaßnahmen an Unfallschwerpunkten in der Schlichtallee.

Nun wurde im Sommer nach mehrfachem Nachfragen in Senat und Bezirksamt endlich die Einmündung der Zobtener Straße in die Schlichtallee baulich „entschärft”. Auch wenn sie noch lange nicht als sicher für den Fuß- und Radverkehr angesehen werden kann, so haben wir hier doch etwas bewegt.

Damit diese Bewegung weiter Fahrt aufnimmt, verfolgen wir zusätzliche Vorschläge zur Verbesserung der Verkehrssituation in und um die Schlichtallee. Dazu zählt die Freigabe und Verbreiterung des Fußweges auf der westlichen Seite der S-Bahnunterführung, und die unten beschriebenen Konzepte zur Verkehrsführung am Nöldnerplatz.

Nöldnerplatz


Die stark befahrene Kreuzung Lückstraße/Nöldnerstraße/Schlichtallee ist ein Paradebeispiel für die Notwendigkeit des Berliner Mobilitätsgesetzes. Fahrradfahrer, die aus der Lückstraße in die Nöldnerstraße abbiegen wollen, werden insbesondere im hektischen Berufsverkehr von geradeausfahrenden Fahrzeugen häufig übersehen. Trotz anderslautender Verkehrsführung bleibt ihnen im Augenblick nur defensives Fahrverhalten, um die Gefahrenstelle sicher passieren zu können.

Während der Radtour am 17. September des Lichtenberger FahrRates waren wir uns zusammen mit Vertretern der Polizei und Anwohnern vor Ort einig, dass bei der Kreuzung am Nöldnerplatz Handlungsbedarf besteht. Die im Jahr 2014 trotz Kritik angebrachten Fahrbahnmarkierungen führten wiederholt zu Unfällen.



Im Gespräch mit Vertretern der Polizei entstand die Idee einer eigenen Ampelphase und Haltebucht für in die Schlichtallee abbiegende Radfahrer. Darüber hinaus würde eine Verbreiterung des Bürgersteigs und des Radweges in der Lückstraße zu mehr Übersichtlichkeit beitragen, wenn Auto- und Radfahrer die Kreuzung in Richtung Lück- oder Nöldnerstraße passieren.

Eine alternative Idee, die nicht nur den Kreuzungsbereich Lückstraße/Nöldnerstraße/Schlichtallee sondern auch die Fischerstraße mit berücksichtigen könnte, wäre der Bau eines Kreisverkehrs und Zebrastreifen für Fußgänger. In fahrradfreundlichen Ländern wie beispielsweise Holland sind das bewährte Instrumente, um gefährliche Kreuzungen für Radfahrer und Fußgänger sicherer zu gestalten.

Termine

Achtung: Alle Termine könnt ihr ab sofort in unserem Google Kalender finden, den Ihr auch abonnieren könnt.
 

04.10. um 19:00 Uhr: Treffen ADFC Stadtteilgruppe Lichtenberg, Liebenwalder Straße 12, 13055 Berlin | Karte

11.10. um 19:00 Uhr: Stadtwerkstatt von Changing Cities, Erweiterungsbau der Technischen Universität Berlin,10623 Berlin (Straße des 17. Juni 145, Raum EB 224) | Karte

17.10. um 19:00 Uhr: Netzwerktreffen Netzwerk Fahrradfreundliches Lichtenberg, Münsterlandstraße 33, 10713 Berlin | Karte

25.10. um 19:00 Uhr: Stadtwerkstatt von Changing Cities, Tempelhofer Feld, Haus 104, 10965 Berlin | Karte

26.10. um 20:00 Uhr: Critical Mass Bike Tour, Heinrichplatz, Kreuzberg. Weitere Details

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Euer Team des Netzwerks Fahrradfreundliches Lichtenberg
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