Copy
mitderstadtreden.at
Initiative für eine freie Wiener Musikszene
Newsletter XXXV
I. Nächster Jour fixe am Montag, 03.05.2021, online
II. Haus für neue Musik Termin mit Arne Forke und Patricio Canete
III. Bericht vom Jour fixe 06.04.2021
I. Nächster Jour fixe am Montag, 03.05.2021 um 17:30 Uhr, online
Bitte um Anmeldung per Mail an office@musicaustria.at
Tagesordnung:
  • Neues von den IGs?
  • Haus für neue Musik: Wie geht es weiter?
  • Allfälliges

II. Haus für neue Musik Termin mit Arne Forke und Patricio Canete

Am 08.04.2021 war der Online-Gesprächstermin mit Arne Forke, Referent der Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, und Patricio Canete, Referatsleiter Musik der MA7. Teilgenommen haben Arnold Haberl, Elisabeth Schimana, Bernhard Günther, Philip Leitner, Sabine Reiter, Elisabeth Flunger. Es war unser erstes konkretes Gespräch rund um das Haus für neue Musik, Arbeitstitel 3k musiklabor.
Die Sache schaut gut aus! Beide nehmen unser Anliegen ernst und räumen ihm eine hohe Priorität ein. Wichtig ist ihnen, dass das Haus für neue Musik möglichst viele Bedürfnisse der freien Szene abdeckt.
Der nächste Schritt ist, eine Machbarkeitsstudie vorzubereiten. Am 04.05.2021 treffen wir uns mit Patricio Canete, um einen Katalog von Fragen vorzubereiten, die die Machbarkeitsstudie beantworten soll.
Ein wichtiger Teil der Machbarkeitsstudie wird eine Bedarfserhebung sein. Noid wird sich dazu mit den Teilnehmer*innen des E-Mail-Forums in Verbindung setzen.

III. Bericht vom Jour fixe 06.04.2021

Über Zoom anwesend: Doris Weberberger, Sonja Leipold, Ana Inés Feola, Irma Niskanen, Elisabeth Flunger, Pia Palme

Tagesordnung:

  • Neues von den IGs
  • Haus für neue Musik
  • Anfrage von Michael Wimmer bezüglich Symposium Angewandte 20.05.2021

Neues von den IGs
IGFM IGFM (Ana Inés Feola, Irma Niskanen)
Die IGFM arbeitete in der letzten Zeit intensiv an den Bundesländerteams. Die Teams kontaktieren die lokalen Politiker*innen und Musiker*innen, das braucht viel Zeit. Sehr zeitintensiv ist auch die Kommunikation mit den ÖHs, hier geht es vor allem um die Studierenden, die gerade ihre Studien abschließen. Ein Problem ist, dass sie keine realistische Einschätzung des Arbeitslebens haben. Auch Musiker*innen, die eine Stelle anstreben, werden eine Zeitlang freiberuflich arbeiten. IGFM versucht, sie zu informieren, dass sie nicht für zu geringe Honorare arbeiten, und arbeitet an einem Handbuch (in einfachem Deutsch) mit Infos u. a. zu Versicherung, Ombudsstellen, Notfalltöpfe für Studierende bei Corona etc.
Handbücher für Musiker*innen von mica - music austria
Handbuch des Austrian Music Exports

Wir sollten herausfinden, wo IGFM und mitderstadtreden enger zusammenarbeiten könnten, z. B. Fair Pay, Verträge, Förderungen, Urheberrecht, Streaming Plattformen etc. Es sollte eine Brainstorming Session dazu geben.
Die IGFM will ihre Mitglieder informieren, was Urheberrecht ist und was sie dabei beachten sollten. z. B.:
- Als klassische Musiker*in gibt man in Verträgen meistens alle Rechte an der Verwertung der Aufnahme ab, viele wissen nicht, was man für Möglichkeiten hätte, z. B. sich bei der LSG anzumelden und die Rechte an einer Aufnahme geltend zu machen.
Im Praxiswissen von mica - music austria gibt es Infos bezüglich Urheberrecht und Verwertungsgesellschaften und die Broschüre zum Thema Urheberrecht zum Download.
- Wer auf der eigenen Website ein Stück veröffentlicht, das er*sie nicht selber komponiert hat, müsste dafür Tantiemen an die AKM abführen. Die Höhe der Gebühren richtet sich u. a. danach, wie lange die Komposition ist, die online steht und nach der Anzahl der Zugriffe auf die gesamte Webseite. Informationen diesbezüglich gibt es auf der AKM-Website.
- In Finnland und Frankreich gibt es Richtlinien, wie Aufnahmen auf Streaming-Plattformen zu vergüten sind.
- Es passiert oft, dass ein*e Veranstalter*in Videos hochlädt, ohne die Beteiligten um ihr Einverständnis zu fragen. Dabei geht es nicht nur um das künstlerische Recht an der eigenen Perfomance, sondern auch um das Persönlichkeitsrecht am eigenen Bild.
Das sollte vertraglich geregelt werden, umgekehrt muss aber übrigens auch der*die Veranstalter*in gefragt werden, wenn man selbst eine Aufzeichnung machen und öffentlich nutzen will.
Mehr Informationen dazu in der Live-Broschüre auf Seite 16.

mica - music austria und IGFMÖ stimmen sich über Tätigkeiten und Publikationen ab.
Haus für neue Musik
Wie schon im Newsletter angekündigt, gab es am 08.04.2021 ein online-Treffen der AG Räume (Elisabeth Schimana, Philip Leitner, Arnold Haberl, Elisabeth Flunger, Sabine Reiter, Bernhard Günther) mit Arne Forke vom Büro der Kulturstadträtin.
Wir präsentieren unser Konzept zum Haus der neuen Musik: 3k Musiklabor.
Beim letzten Treffen (30.03.2021) wurden folgende Punkte als besonders wichtig definiert:
  • nicht kommerziell, utopischer Gegenentwurf zum derzeitigen Musikbetrieb
  • Risikobereitschaft
  • offen für bestehende Veranstalter*innen im Bereich der neuen Musik z. b. Blöder dritter Mittwoch, Unsafe and Sound festival, Acousmatic Project, Ensemble 21. Jahrhundert, Wien modern, Strommusik u v a
  • Diversität / Gender Budgeting
  • Kommunikationskonzept, aktive Offenheit, auf die Szene zugehen, international umsichtig sein, Leuchtturmfunktion
  • Labor, Forschung und Innovation
  • flexible Raumgestaltung
  • digitales Konzerthaus mitdenken bei der Planung
  • keine Durchprogrammierung, offene Slots um kurzfristig reagieren zu können
  • Team Spirit, flache Hierarchien – es braucht immer die guten Geister!
 
Pia: Die Hausgruppe lässt die anderen zu wenig mitreden. Termine werden nicht bekanntgegeben - bitte mehr Transparenz und Durchlässigkeit. Wir brauchen eine kleine, konzentrierte Gruppe, die offen mit der Basis kommuniziert.

Elisabeth: Die Gruppe wurde absichtlich klein gehalten, weil wir komplizierte Diskussionen im Moment vermeiden wollen. Alles ist noch in Planung, bzw. noch nicht einmal in Planung, es geht jetzt vor allem um eine Sondierung, ob bei der Stadt die Bereitschaft da ist, das Projekt mit uns zu realisieren.
Der Entwurf zum 3k Musiklabor wurde im Februar des letzten Jahres unter dem Titel „neues Haus für neue Musik“ mit der Bitte um Feedback ins Webforum gestellt und in der Folge mehrfach überarbeitet. Dieses Konzept ist die Grundlage für das Gespräch mit Arne Forke. Wenn wir wissen, ob die Stadt unser Vorhaben unterstützt, können wir auf breiter Basis weiterdiskutieren.
 
Pia findet es wichtig, dass Dokumentation, Diskurs und künstlerische Forschung Teil des Konzepts sind – siehe ihr E-Mail vom 07.04.2021. Sie empfiehlt, parallel und bereits jetzt schon auch mit Leuten vom Referat für Wissenschafts- und Forschungsförderung der Stadt Wien und mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung zu reden.
Anfrage von Michael Wimmer
(E-Mail im E-Mailforum 02.03.2021)
mitderstadtreden ist eingeladen, an einem Symposium teilzunehmen:  
Konfrontation und Kooperation statt Repräsentation – Eine neue Agenda für Kulturpolitik
Europäisches Symposium zu aktuellen Fragen der Kulturpolitik

Zeit: Mittwoch 20. Mai 2021;  9:30 – 19:00
Ort: Universität für angewandte Kunst, Vordere Zollamtstrasse 7
Mehr Infos auf der Website

Pia Palme wird für mitderstadtreden am Symposium teilnehmen. Auch jemand von der IGFMÖ wird dabei sein.

(Zusammenfassung: e flunger)
Copyright © 2021 mitderstadtreden.at.


Sie haben diesen Newsletter erhalten, weil Sie sich für den mitderstadtreden - Newsletter mit Ihrer E-Mail-Adresse <<Email-Adresse*>> angemeldet haben.
Klicken Sie auf vom Newsletter abmelden, wenn Sie sich abmeldden möchten.

Email Marketing Powered by Mailchimp