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mitderstadtreden.at
Initiative für eine freie Wiener Musikszene

1. Einladung zum nächsten Jour Fixe am 13.2.2019
2. Symposium „Angemessene Förderungen - gerechte Bezahlung"
3. Zusammenfassung Jour Fixe 9.1.2019
4. Zusammenfassung Jour Fixe 6.12.2018
 

1.

Der nächste Jour Fixe der Initiative Mitderstadtreden findet am 13.2. im mica statt.
Adresse: Stiftgasse 29, 1070 Wien. Einführung um 17 Uhr, Beginn 17.30

Tagesordnung:

* Vorbereitung zum Symposium „Angemessene Förderungen - gerechte Bezahlung"
* Arbeitsgruppe Räume

2.

Symposium „Angemessene Förderungen - gerechte Bezahlung"
Geplanter Termin derzeit Ende April/Anfang Mai

3.

Jour fixe vom 9.1.2019

Anwesend: Klaus Haidl, Verena Zeiner, Philipp Kienberger, Philip Jaeger, Thomas Lehn, Werner Korn, Ingrid Schmoliner, Bernhard Günther, Sabine Reiter, Elisabeth Flunger

* Bericht der Arbeitsgruppe Best Practice / Vorbereitung auf das Symposium „Angemessene Förderungen - gerechte Bezahlung"
* Bericht von Sabine Reiter von der Arbeit des Beirats für Musik
* Symposium „Räume“
* Gründung der Arbeitsgruppe „Räume“
 

* Die Arbeitsgruppe Best Practice durchsucht die Webseiten von Städten und Staaten weltweit nach Hinweisen zur Musikförderungspolitik. Bearbeitet wurden bis jetzt Deutschland (Musikfonds), Berlin, EU-Programm Kreatives Europa, New York State, Toronto, Schweiz (Zürich, Genf, Basel, Bern). Die Liste wird noch ergänzt werden. Die Best Practice Beispiele sollen beim Symposium „Angemessene Förderungen - gerechte Bezahlung" vorgestellt werden.
Die Best Practice Beispiele betreffen ganz unterschiedliche Bereiche der Förderungspraxis, z.B.:
Die Städte Zürich, Basel und Bern vergeben gut dotierte Auslands,- Arbeits- und Kompositionsstipendien.
In New York State arbeiten die Jurys mit einem Punktesystem, in dem die Projekte anhand diverser Kriterien bewertet werden (künstlerische Kompetenz, Verwaltungskompetenz, Vermittlung, Standort etc.).
Das EU-Programm Kreatives Europa arbeitet mit einem 100-Punkte-System und den Kriterien Relevanz, Qualität der Inhalte und Aktivitäten, Kommunikation und Verbreitung, Qualität der Partnerschaft.
In Toronto werden die Begründungen für die Förderungen bzw. Absagen aufgezeichnet und sind öffentlich einsehbar.
In Berlin gibt es (unter anderem) Proberäume für Neue Musik sowie die Möglichkeit, ein günstiges Aufnahmestudio zu nutzen.
Wer sich für Einzelheiten oder für die Links interessiert: bitte mail an info@mitderstadtreden.at mit dem Betreff „best practice“.

* Der Beirat für Musik hat bei seiner letzten Sitzung 560.000€ an 53 Ansuchende vergeben, siehe auch: https://wien.gruene.at/kultur/wiener-musikfoerderung-neu
Wie schon beim Dialog mit der Musikszene im November angekündigt, versucht der Beirat die angefragten Fördersummen vor allem bei kleinen, bzw. ohnehin knapp kalkulierten Budgets nicht zu kürzen. Ansuchen mit nicht nachvollziehbaren Kalkulationen wurden nicht berücksichtigt.
Wichtig für die Beiratsmitglieder, um die Projekte zu beurteilen, sind einerseits die Nennung von Namen bei Festivals und Konzertserien um Projekte ästhetisch einordnen zu können, bei Projekten von noch nicht so bekannten FördernehmerInnen sind auch Hörbeispiele wichtig. Dies zeigt wieder, wie wichtig Infrastruktur (Aufnahmestudios, Proberäume) für den Zugang zu Förderungen ist.
Sabine Reiter wünscht sich ein elaborierteres Punktesystem, um besser entscheiden zu können und um die Entscheidungen des Beirats für die FördernehmerInnen nachvollziehbar zu machen (siehe oben NY State und EU).
(Update 30.1.19: Zur Weiterentwicklung des Punktesystems wird es noch im Februar einen Termin geben.)

Das mica wird im Vorfeld des nächsten Einreichtermins (15. April) im März einen Workshop für Fördereinreichungen anbieten.

Bernhard Günther: Ein Punktesystem ist immer eine Krücke. Die Jury muss mit Fingerspitzengefühl vorgehen, wenn ein Projekt nicht ins Punktesystem passt. Das sind inhaltliche Gründe und hat nichts mit Vetternwirtschaft zu tun.
 

* Das Symposium „Räume“ soll im Mai/Juni stattfinden.

Welche Räume gibt es für die verschiedenen Szenen?
Wie kann man die vorhandenen Räume, die oft von Privaten unter persönlichem Einsatz betrieben werden, stützen? Wenn 10-15 Leute von ihren Erfahrungen erzählen könnten. wäre das sicher spannend. Das Thema Räume betrifft nicht nur Spielstätten, sondern auch Büroräume, Studios, Proberäume.
Zwischennutzungen sind ein wichtiges Thema (Basel), sind aber für MusikerInnen problematisch, weil es sehr aufwendig ist, einen Raum als Proberaum oder als Studio herzurichten.
Auch hier müsste man nach Best Practice Beispielen suchen (Zürich, Berlin, Paris Festival d’Automne).
 

* Die Arbeitsgruppe „Räume“ wird für das Symposium „Räume“ eine Gesamtschau der in Wien für Musikproduktion verfügbaren Räume erstellen, einschließlich der Vereinigten Bühnen, Staatsoper, Echoraum etc erarbeiten: Bernhard Günther, Sabine Reiter, Klaus Haidl, Ingrid Schmoliner, Werner Korn.
 

4.

Zusammenfassung Jour Fixe vom 6.12.2018:

Tagesordnung:

* Erhöhung des Musikfördertopfs

* Pressekonferenz

* Nachbesprechung Dialogveranstaltung.

* Input für das Symposium „angemessene Förderungen - gerechte Bezahlung".

* Gründung einer Arbeitsgruppe Best Practice.

 

Anwesend: Patrik Lechner, Anna Anderluh, Philipp Kienberger, Dieter Kovacic, Emre Sihan Kaleli, Matthias Kranebitter, Sabine Reiter, Peter Burwik, Adam McCartney, Sophie Hassfurther, Bernhard Günther, Nik Hummer, Danile Riegler, Alexander J. Eberhard, Pia Palme, Philip Yaeger, Thomas Stempkowski, Elisabeth Flunger, Klaus Haidl, Thomas Lehn
 

* Erhöhung des Musikfördertopfs

Der Rahmenbetrag wurde bisher seit 2018 um insgesamt EUR 250.000 erhöht.

Siehe auch: https://wien.gruene.at/kultur/wiener-musikfoerderung-neu

Das sind Peanuts, wenn man sieht, welche Summen z.B. zur Entschuldung des Konzerthauses aufgebracht werden.

Die Studie über die Situation der Künstler hat viel Medienecho hervorgerufen. Was wäre eine Indexanpassung des Kulturbudgets wert?

Die Studie wurde erstellt von L&R Sozialforschung im Auftrag des Bundeskanzleramts: https://www.kunstkultur.bka.gv.at/documents/340047/693984/studie_soz_lage_kuenstler_ku.pdf/
 

* Pressekonferenz

Die Idee einer Pressekonferenz wird wieder verworfen. Es ist im Moment besser, kleine Geschichten in einzelnen Medien unterzubringen, z.B. eine Geschichte im Standard, Radiosendungen. Wir brauchen Belege aus verschiedenen Perspektiven: Fotos, Zahlen, Beispiele etc.

Wir müssen auch noch viel mehr Leute treffen und uns mit Leuten aus Politik und Wirtschaft vernetzen. (z.B.: Wirtschaftskammer, Wirtschaftsagentur, AWS, Stadtentwicklung, Sozialer Wohnbau, Stadtplanung, Peter Hacker Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport, Finanzstadtrat, Musikfond, Sozialversicherung, AKM, Wiener Wohnen, Wohnbaustadtrat, Basiskultur, Stadtteilkultur, Wientourismus ...)

Viele Musiker haben keine Ahnung dass es uns gibt. Wie erreichen wir die?
 

* Dialogveranstaltung

Am 13.11.2018 fand im Raum der IG Architektur die Dialogveranstaltung der Beirats für Musik zu den Richtlinien der Musikförderung der Stadt Wien statt. Der Publikumsandrang war sehr groß, und es manifestierte sich ein großes Bedürfnis nach Aussprache und Ansprache.

Hat die Diskussion für den Beirat das gewünschte Ergebnis gebracht? Ist die Dialogveranstaltung das richtige Format, um mit den Fördernehmerinnen über Förderungsrichtlinien zu reden?

Ein Protokoll der Veranstaltung wird demnächst auf der mica-Seite veröffentlicht.
 

* Input für das Symposium „Angemessene Förderungen - gerechte Bezahlung"

Ende April/Anfang Mai wird das Symposium stattfinden, welches von den Interessengemeinschaften der Kunstsparten gemeinsam mit der Kulturabteilung veranstaltet wird.

Die Initiative wird eine Liste von Best Practice Beispielen für gelungene Kulturförderung präsentieren. Die Arbeitsgruppe Best Practice wird diese Beispiele recherchieren (Philipp Kienberger, Anna Anderluh, Klaus Haidl, Phil Yaeger, Elisabeth Flunger).

(Update 30.1.19: Die Stadt Wien wünscht sich explizit für alle Kunstsparten ExpertInnen aus dem Ausland, die über Best Practice berichten können. Sabine Reiter hat sich mit Unterstützung von Bernhard Günther diesbezüglich auf die Suche gemacht)

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