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mitderstadtreden.at
Initiative für eine freie Wiener Musikszene
Newsletter XXXII
I. Nächster Jour fixe am Montag, 08.02.2021, online
II. Footprints – Ausschreibung für Musikmanager*innen und Konzert-Booker*innen
III. Bericht vom Jour fixe 11.01.2021
I. Nächster Jour fixe am Montag, 08.02.2021 um 17:30 Uhr, online
Bitte um Anmeldung per Mail an office@musicaustria.at
Tagesordnung:
  • Ausschreibung Footprints
  • Gibt es Neuigkeiten von den IGs?

II. Footprints – Ausschreibung für Musikmanager*innen und Konzert-Booker*innen

Das europaweite Projekt Footprints ruft Musikmanager*innen und Konzert-Booker*innen auf, sich bei dem heuer startenden Mentorship-Programm zu bewerben.

III. Bericht vom Jour fixe 11.01.2021

Über Zoom anwesend: Christine Schörkhuber (Moderation), Doris Weberberger (Protokoll), noid, Sonja Leipold IGNM, Pia Palme, Elisabeth Flunger, Sophie Hassfurther, Sabine Reiter, Irma Niskanen IGFM


Tagesordnung:

  • Wie geht es weiter mit dem Haus für neue Musik?
  • ORF Intrada am 08.01.2021
  • Neuigkeiten von den IGs
  • Eintrittstests
Wie geht es weiter mit dem Haus für neue Musik?
Der Text von Elisabeth Schimana und der Entwurf 3K MusikLabor wurden an die IG Freie Theater geschickt. Plan ist, beides in der Doku zum Symposion zu veröffentlichen.
Ein Räume-Treffen zum Thema Haus für neue Musik hat stattgefunden mit noid, Elisabeth Schimana, Elisabeth Flunger, Sabine Reiter, Philip Leitner – siehe Newsletter XXXI. Ergebnis des Treffens ist der Entwurf eines neu zu schaffenden Hauses für neue Musik, das 3K MusikLabor. Elisabeths Rede beim Symposium und der Text „3K Musiklabor“ befinden sich auf der mdsr-Webseite.
Nächste Schritte: mit der Stadt Kontakt aufnehmen, Ende Jänner soll ein weiteres Treffen stattfinden.
ORF Intrada am 08.01.2021
Die Notwendigkeit eines Hauses für neue Musik wurde von Elisabeth Schimana auf Ö1 im Gespräch mit Irene Suchy erklärt und die Idee einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
In der gleichen Sendung gab es auch ein Gespräch mit Sabine Reiter und Vertretern von ACOM (vormals ÖKB) über Mindesthonorare. Die IGFM wurde nicht genannt. Sabine hatte sie genannt, das wurde leider rausgeschnitten. Sabine bittet Irene Suchy, die IGFMÖ und die stimm-IG zu interviewen und in einer Sendung zu präsentieren.

Neuigkeiten von den IGs
(Irma Niskanen hat Probleme mit der Übertragung, deshalb gibt es ein allg. Gespräch über die IGs. Irmas Wortmeldungen wurden nachträglich ergänzt)
noid: Es gibt Sparten-IGs, die eine starke Stimme haben und regelmäßig an den politischen Tischen sitzen. Wie könnte man für die IGFM diesen Status etablieren? Wie können wir es erreichen, den Musik-IGs eine gewichtigere Stimme zu geben?

Sabine Reiter: stimm-IG und IGFMÖ arbeiten an einer parlamentarischen Anwaltschaft. Ein Urhebervertragsrecht soll in Österreich umgesetzt werden, daran arbeitet die Initiative Urhebervertragsrecht. Man muss bei der Lobbyingarbeit darauf achten, die Berufsverbände einzubeziehen – sie haben viel mehr Mitglieder als die neuen IGs, deswegen ist es wichtig, für die Anliegen der IGs die Unterstützung der bestehenden IGs zu bekommen. Die Musikergilde hat 3200 Mitglieder, der Komponistenbund rund 700.

noid: IGFM und stimm-IG müssten folglich schauen, so schnell wie möglich viele Mitglieder zu bekommen, um als Gesprächspartner ernst genommen zu werden. Es stellt sich die Frage, wer Honorarrichtlinien vertreten kann.

Irma Niskanen: Wir sind uns des Problems bewusst und arbeiten daran. Es ist etwas mühsam, wenn unsere Mitgliederzahlen nach ein paar Monaten unseres Bestehens an Organisationen gemessen werden, die es schon seit 30 Jahren gibt wie die Musikergilde, oder seit über einem Jahrhundert wie die ACOM/ÖKB.

Elisabeth Flunger: Man müsste die Musikergilde dazu bringen, die Honorarrichtlinien der IGFM anzuerkennen und zu vertreten. Ihre eigenen sind nicht genug, weil sie nicht für viele Musikbereiche passen.

noid: Die Empfehlungen der Musikergilde sind problematisch, weil sie Kategorisierungen wie regional/national/international enthalten, die unverständlich sind. Wie kann man mit diesen Forderungen arbeiten?

Irma: die IGFM hat neue Richtlinien für kleine Ensembles und Solist*innen entwickelt, weil sie nicht mit den Richtlinien der Musikergilde arbeiten konnte.

(Die Richtlinen werden dem mitderstadtreden-E-Mailforum zur Begutachtung vorgelegt und auf der mica - music austria-Website bei den Mindesthonorarrichtlinien ergänzt.)
https://igfmoe.at/2020/09/30/honorarempfehlungen/
https://igfmoe.at/2021/01/11/honorarempfehlungen-2/

Sabine Reiter: Wie schafft man Gleichbehandlung zwischen den Genres? Dafür würde es Vereinheitlichung benötigen, aber die Bereiche sind so unterschiedlich. Younion tritt für Angestelltenverhältnisse ein und nicht für Verträge von Freien. Das kann sie auch gar nicht, weil es dafür keine rechtliche Grundlage gibt. Wichtig ist, dass Antragsteller*innen jetzt schon auf der Basis der Honorarrichtlinien Förderanträge stellen und dadurch diesen finanziellen Rahmen einfordern. Aber die nötige Erhöhung des Budgets wird einige Zeit dauern.

Sonja Leipold: Das Ministerium sieht viele Einzelkämpfer*innen, die Fair Pay auf das Tapet bringen, aber vermisst wird eine übergeordnete Übereinkunft. Wenn man gemeinsam spräche, könnte man mehr bewirken.

Pia Palme: Daher ist es umso notwendiger, dass die Verbände zusammenarbeiten. Man weiß nicht, zu welchem Verband man gehen soll, das ist ein Dilemma. Soll man zu dem gehen, der die meisten Mitglieder hat? Soll man an alle Mitgliedsbeiträge zahlen? Das ist unzumutbar.
Irma Niskanen: Es ist unser Ziel, das zu definieren. Wir empfehlen, sich bei Bedarf per E-Mail bei den IGs zu erkundigen, ob sie helfen können. Die Younion hat eine Abteilung für freischaffende Musiker*innen, aber nur um gegen Scheinselbständigkeit zu kämpfen. Die ACOM ist zuständig für die Komponist*innen. Die IGFM kämpft für Verbesserungen in der sozialen Situation von freiberuflichen Musikern und für faire Bezahlung. Die stimm-IG kümmert sich um freiberuflich tätige Personen im Musiktheaterbereich. Der ÖMR ist keine IG, sondern eine Dachorganisation sehr unterschiedlicher Gruppen, zwischen denen es auch zu Interessenskonflikten kommen kann.

Sabine Reiter: Der Musikrat vertritt den gesamten Musikbereich - das funktioniert zwar auf politischer Ebene, die Expertise liegt aber bei einzelnen IGs und Verbänden, weil die Felder sehr divers sind - Musiker*innen, Komponist*innen, Labels, Veranstalter*innen etc. 

Elisabeth Flunger: Festzuhalten ist, dass es IGs braucht, die sich für die Honorarrichtlinien umfassend zuständig fühlen. Bzw. es bräuchte umfassende Honorarrichtlinien, für die sich alle IGs zuständig fühlen. Dies zu diskutieren, wäre die Gelegenheit bei dem von mica - music austria geplanten runden Tisch mit den IGs gewesen, der nie zustande gekommen ist. So ein Treffen wäre wichtig, damit alle miteinander kommunizieren und an einem Strang ziehen, und nicht jede IG ihr eigenes Süppchen kocht.

Pia Palme: Es gibt auch das Problem des fehlenden Vertrauens – der Musiker*innen gegenüber den Verbänden und der Verbände untereinander.

Sabine Reiter: will noch einmal versuchen, einen runden Tisch zu initiieren. Verständlich ist, dass der Bund nicht mit fünf Verbänden sprechen will, aber der Musikrat (der die Musik beim Bund vertritt) ist kein Berufsverband, und der Musikbereich ist so divers, dass es notwendig ist, mit den unterschiedlichen Verbänden zu sprechen, auch wenn es immer wieder wichtig ist, mit einer Stimme zu sprechen.

Eintrittstests
Sophie Hassfurther: Das Konzept der Eintrittstest ist problematisch, auch weil Unterschiede zwischen Gastronomie und Veranstaltungen gemacht werden. Weder die eine noch die andere Lösung ist sicher, man kreiert ein falsches Gefühl von Sicherheit. Die Aussagekraft eines Tests gilt nur für 24 Stunden.

noid: Die Regelungen ändern sich ständig so schnell, dass man keine Chance hat, sich organisatorisch darauf einzustellen. Fairness und Sinnhaftigkeit kann man bei diesem Tempo nicht erwarten. Wichtig ist, dass die Zahlen runtergehen. Schwierig zu sagen, was man fordern soll, weil wahrscheinlich sowieso länger nichts richtig veranstaltet werden kann. Ich würde fordern, die Tests zu bekommen, die es in den Schulen gibt, zum Großhandelspreis.

Wie wäre das Vorgehen?

Sabine Reiter: An den Musikrat schreiben, damit er das beim nächsten Termin mit der Kulturstaatssekretärin einbringt, für einen offenen Brief ist es nicht so passend.

Schwierig ist, dass das Testen derzeit für kleine Veranstalter evtl. nicht leistbar ist, für große schon. Weniger der Preis (die Tests für die Schulen kosten 2,60€ pro Test), aber man braucht auch Personal dafür.

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